Schreibekunst.
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Lautbuchffaben und jeden Mitlauter durch besondereZeichen auszudrücken, wozu man einige von jenen fürdie Wörter erfundenen Charakteren oder auch abgekürztehieroglppbische Zeichen wählte, welches man aus derÄhnlichkeit vermuthet, die sich zwischen alter Buchsta-benschrift und den Hieroglyphen findet. Hierdurcherhielt man den Vortheil, daß man nur wenige Zei-chen brauchte, durch deren unendliche Versetzung mandoch Alles ausdrücken konnte, und so erhielt man dieweit bequemere Buchstabenschrift. "
Die Erfindung dieser Buchstabenschrift wird von denMeisten den Phöniziern zugeschrieben, welche die alterenCharaktere änderten, einfacher und vollkommener mach-ten, und statt der Buchstaben anwandten. 2 ? Beson-ders eignet Sanchuniathon diese Erfindung demPhönizier Thaaut zu, der sich in der Folge in Egyp-ten niederließ, und von den Egyptiern Thot genanntwurde. 22 Mf diese Art kam also die Buchstabenschriftvon den Phöniziern zuerst nach Egypten; Einige mel-den jedoch, daß die Isis bey den Egyptiern die Buch-stabenschrift eingeführt habe, 2 s und noch Andere mey-nen, daß die Egyptier erst gegen P sa mmetichs Zeitdie Buchstabenschrift aus Phönizien erhalten hätten, 2 »Don den Egyptiern kam die Buchstabenschrift zu denIsraelitin. Einige wollen zwar den Joseph zumErfinder der Buchstabenschrift machen und halten ihnmit dem Hermes Trismegistus für eine Person;ich habe aber bey dem Worte Buchstaben meineZweifel dagegen geäußert. In Gosen hielten dieZsraeliten schon ihre Schoterim oder Schreiber, welchedie Stammtafeln der Familien u. s. w. besorgen muß-ten; daher kann auch Moses nicht der Erfinder desSchreibens seyn, wie Jaquelot und Lhomasiusbehauptet haben, denn zu Moses Zeit war die Schrei-bekunst schon eine bekannte Sache, und er beruft sich
selbst