Schriftgießerei
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det sich m Berlin noch eine königliche Schriftgießereiwelche Decker anlegte, und die nur französische Letternliefert. Zu Halle sind zwey Schriftgießereien und zuKönigsberg eine. ?
In Frankreich war es lange Zeit verboten, Schrift-abschläge an Ausländer zu überlassen; aber währendder Revolution wurde nicht mehr auf dieses Ver-bot geachtet, undHerr Didol überließ Schriftabschlägean Ausländer,
Auf Veranlassung des Herrn Professor Wilson inGlasgow hat die berühmte Schriftgießerei daselbst, dieunter dem Namen Olasgon- Letter-bounäer^ bekanntist, eine wichtige Verbesserung der Lettern bekannt ge-macht, wodurch das Ausziehen der Lettern, welches soäst in Eile des Drucks geschieht, wie auch das Verschie-ben der Lettern verhütet wird. Herr Professor Wil-son, der gern vollkommen correcte astronomische undnautische Tafeln l-iefern wollte, siel vor einigen Jahrenauf diese Idee. Er ließ daher die Lettern so gießen, daßsie die ganze Seite hindurch in einander schließen, undvon keinem Schwärzcballcn mehr aufgerissen werdenkönnen. Dieses Schließen geschieht vermittelst eineskleinen hervorragenden länglich runden Knöpfchens anjedem Buchstaben, das genau in eine gegenüber stehendeKerbe paßt. Auch hat man in Glasgow noch andereLettern zum correeten Druck der Bücher erfunden. Diesewerden nämlich mir zwey kleinen balbzirkclförmigen Ker-ben gegossen, die einander gegenüber sind. Sobald nuneine Seite gesetzt und zum letzten Mal corrigirt ist, wirdein dazu gemachter messingener Drath hindurch gesteckt,sonach kann kein Buchstab von dem Ballen ausgerissenwerden. ^
1. C-Hevillier von, Ursprünge der Duchdruckerey in Paris.
S. 54. 2. Bayle Hist. krrr. Wörterbuch!. S. 424. ».
Z. Universal-Lcx. VI. x. 631. 4, Zvurnal für Fabrik,
Hand-