Band 
Eilfter Theil, die Buchstaben R und S enthaltend.
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Schuhmacherhandwerk.

3r?

stich wird, wei'l J o su a bereits der geflickten Schuhe ^ 'ge-denkt. I u d i th hatte schon so schöne Schuhe, daß siedenHolofernes verblendeten. ^Der Erfinder der Schuhe istaber nicht bekannt, weil sie von einem geringen Anfang,wozu die Noth zwang, nach und nach erst ihre vollkom-mene Form erhielten. Posidonius sagt, der Schuhsey von weisen Männern erfunden worden. Pliniusgiebt einen Bscthius, den man'weiter gar nicht kennt,für den Erfinder der Schuhe aus. ^ In China sollen dieSchuhe unter dem Hoangti erfunden worden seyn. ?

Bey den Griechen trug man auch anfänglich nur Soh-len, die man mit Riemen befestigte. Here legte Soh-len unter die Füße. ^ Diese Art Schuhe war es wohl,die schon in den heroischen Zeiten bey ihnen im Gebrau-che war. 2 Doch trugen sie auch schon eine Art Stie-feln von Ochsenhäuten, die sie roh um die Beine leg-ten. Späterhin trugen die Athcnienser sehr zierlicheStiefeln, n

Der Stoff, woraus die Alten ihre Schuhe bereiteten,war sehr verschieden. Die Egyptier flochten ihre Schuheaus Papyrus, die Spanier aus Pfriemenkraut oderPfriemengras, die alten Teutschen hatten hölzerneSchuhe, wie sie noch die armen Weiber in Frankreichtragen, die solche Galoschen nennen. Die Indianermachten ihre Schuhe aus Baumrinden i^ und die erstenSpanier in Amerika machten ihre Schuhe aus der Rindedes Baums Gagucy. "

Die verschiedenen Gattungen von Schuhen, welchedie Römer kannten, waren i) 8 o!ea, diese Art Schuhebestand aus einer Sohle, die mit einem Riemen befesti-get wurde. Man trug sie zu Hause statt der Pantoffeln.2) S.'ineüilia waren unter den schlechten Schuhen die ge-wöhnlichsten und wurden auch mit Riemen zusammen ge-bunden. z) OalceuL war der ganze Schuh und bedeckte

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