Band 
Eilfter Theil, die Buchstaben R und S enthaltend.
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Schuhmacherhandwerk.

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Schuhe zum letzten Mal. " Eine ganz neue Erfindungwaren sie aber nicht, welches die lsnclnuti der Alten be-weisen. Der König von Böhmen, Johann aus demHause Lurenburg, brachte diese Souliers ö la ?o,ilsine,welche keine Absätze und vorn nach der Form der Schlitt-schuhe rückwärts gekrümmte Schnabel hatten, aus Frank-reich nach Böhmen. Mezerai gedenkt dieser Schuhebey dem Jahre 1365. ^ Im iHen Jahrhundert hat-ten die Schuhe ihr bestimmtes Maaß nach dem Rangedessen, der sie trug. Die Schuhe einer fürstlichen Per-son waren 2 ^ Fuß, die eines Freyherrn 2 Fuß und dieeines Edelmanns 1 ^2 Fuß lang. Hieraus ist auch dieRedensart, auf den großen Fuß leben, zu erklären. ^Zu Zürch wurden Schuhe mit solchen Spitzen, in dieman etwas legen konnte, wie auch die genestelten Schu-he, im Jahr 1370 verboten. ^ Im Jahr 1452 hieltder Kardinal Capistranus eine Strafpredigt in Nürn-berg gegen die spitzigen Schuhe, und 1460 gab derRath zu Nürnberg den Schustern ein gewisses Maaß, wielang sie die Spitzen an den Schuhen machen dürften, 2*und im Jahr 1473 wurden die Schnabel oder Spitzen arrden Schuhen von dem Rathe in Nürnberg, auf Ansuchendes Bischofs von Bamberg, verboten. 22 In Bernmachte man 1470 die Verordnung, daß die Schnäbelan den Schuhen nur eines vordcrn Fingergelenks langseyn sollten.

Schon die Römer machten großen Staat mit ihrenSchuhen. Plinius sagt: unsere Damen begnügensich jetzt nicht mehr, nur die Oberdecken und Bänder ih-rer Staatsschuhe mit Edelssinen und Gemmen zu bese-tzen, sondern sie sticken auch ihre Hausschuhe und Pan-toffeln damit. Ja sie sind nicht einmal mehr mit blvsenEdelsteinen zufrieden, sie müssen jetzt der Mode nachauf Perlen gehen und königlichen Schmuck mit Füßentreten.

B. Handb. d. Erfind. ur LH.

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