322
Schuhmacherhandwerk.
Die genestelten Schuhe erhielten sich bis rn'S löteJahrhundert. Die Schuhe waren aufgeschnitten, daßdie Zehen hindurchblickten, und man war so eitel, daßman Ringe mit Edelsteinen daran steckte. "
Karl IX. in Frankreich errichtete im Jahr 1573 dieSchustergilde. "
Im Jahr 1667 wurden in dem Herzogthum Gothaden Weibspersonen von der dritten Klasse sammetne oderauch weiße Schuhe bey 5 Nthlr. Strafe, den Weibsper-sonen von der vierten Klasse aber die spitzigen, hohen,weißen, ausgesteppten und ausgehackten Schuhe ebenfallsbey Strafe, und den Dienst- und Bauersmädchen die ge-steppten und ausgehackten Schuhe gänzlich verboten.
Im Jahr 178.6 kam in Paris die Mode auf, daß dieDamen zur Mocgenkleidung und zur Promenade Schuhemit breiten und niedrigen Korkabfätzcn und etwas erhöh-ten Spitzen trugen. Vermuthlich kam diese Mode ausEngland, wo sie schon vorher herrschte.
Ein Künstler und Maler zu Gumbinnen in Ostpreu-ßen, Namens Caspar Schöntaube, will die Kunsterfunden haben, aus wollenen, zwirnenen und leinewan-denen Strümpfen ganz geschwinde Stiefeln und Schuhezu verfertigen.
1. I Mos. 14, 23. Hezeltz Vibelau-gabe. 2. S Mos. 3,5. S. Josua S, 15. 4. Josua S, 5. 5. Judith
16, 11. 6. R?m. Rist. nst. VR. 56. 7. Goguet vom
Ursprünge der Gesetze III. S. 274. 8. Romer. II. tz. 1?6.9. Reit?!, ^iitiy. Römer. RI. 7. p. 331. 10. Rom. Oä^ss.XXIV. v. 227. 11. R/ato in Rippin p. 255. 12. R?--'?<>-
stratus. Rid. R. c. 9. 13. I a b l o ns k i e Allgem. Lexic.
Leip;, 1767. I. S. 494. 14. Iirvena?. Set. VI. v. 502. 15.Gothaischer Hofkalendek. 1784. 16. Lauenburg. Geneal.
Kol. 1784. 17. Bayle hist, krit. Wörterbuch. 1743. IIR
118, 1S. Wiltenbergisches Wochenblatt. 1776. St. 29.
19.