Band 
Eilfter Theil, die Buchstaben R und S enthaltend.
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Schulen,

Im I. 1782 dachte Kaiser J o se p h darauf, dieses In-stitut zu vergrößern, und brachte im Jahr 1784 seineEntwürfe völlig zu Stande. Nachher wurde der Direc-tor Storch (Andere nennen ihn Storch) in Ruhe-stand gesetzt und die Direction dem Herrn May überge-ben. Icnr sind in Rom und in mehreren berühmtenStädten solche Schulen tür Taubstumme. In Leipzigerrichtete der jetzige König von Sachsen ein In-stitut für Taubstumme, worüber Herr Heini ke dieOberaufsicht erhielt; nach seinem Tode blieb das Jnsti-tur unter der Dircction der Madame A. C- E. Heini kc.weil sie von ihrem verstorbenen Manne den genauestenUnterricht über die Behandlung und den Unterricht derTaubstummen erhalten hatte. Ihr assistirt aber dabeyder Herr 6uncl.' 1 'IieoI. A. F. Petschke, der sich unterdem verstorbenen Heinike dazu bildete. TaubstummePersonen und solche, die Sprachgcbrcchcn haben, wer-den von ihrem 8tcn Jahre an in's Institut aufgenommen.Sie lernen daselbst deutlich und mit Verstand laut spre-chen, lesen, Briefe schreiben und andere schriftliche Auf-sätze verfertigen, sie empfangen Unterricht in der Reli-gion, in den Sprachen und nöthigsten Wissenschaften.

Jacob Dernoulli lehrte schon um 1667 zu Genfein Frauenzimmer, das zwey Monate nach ihrer Geburtdas Gesicht verloren hatte, auf eine von ihm selbst er-fundene Art schreiben. ^ Der vorhin gedachte AbböL'Epc'c erbot sich auch, Blinde zu unterrichten, undbediente sich bey ihrem Unterricht großer eiserner Buch-staben. Indessen hat doch erst Herr Houy oder Hvuidie erste Schule für Blinde in'Paris angelegt, und lei-stete durch seine Methode noch mehr an den Blinden, alsder Abbe L' Epee an den Stummen thun konnte. AlleBlinde, die Herr Houi unterrichtete, lernten lesen,wozu er Bücher ohne Farbe verfertigte, deren Buchsta-ben en l-elier d. i. erhaben waren, so daß sich jeder Buch-stab, jede Zeile greifen ließ, daher die Blinden solche

erst