Band 
Eilfter Theil, die Buchstaben R und S enthaltend.
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Cecwasser.

säße von Wachs tief ln's Meer zu senken, die sich dannmit einem durch's Wachs siltrirtcn trinkbaren Wasseranfüllen würden. Basilius, in seinen Hvmilicnüber vie sechs Scköpsungstage, sagt Folgendes : „Wenndie Seeleute auf eine wüste Insel geworfen werden,wo keine Quellen noch Brunnen sind; so füllen sieeinen Kessel mit Seewasser, und sehen ihn auf ein gro-ßes Feuer. Wenn das Wasser anfängt zu sieden , sofangen sie den Dunst davon mit Schwämmen auf, diesie über die Oberfläche des siedenden Wassers halten;sobald die Schwämme recht angefüllt sind, drückt mansie in einen zweyten hierzu schon bereiteten Kessel aus,welchen man, wenn er voll ist, wieder aufs Feuerstellt und von diesem mit andern Schwammen dieDünste wieder sammelt, und in einen dritten, viertenKessel u. s, w. überträgt, wodurch endlich das Wasserganz sein Salz verliert, und ohne Furcht getrunkenwerden kann, ^ rietst, das Scewasser durch

Giotte zu siltriren- ^ Marsigli glaubte, durch ein75 Zoll hohes mit Sand und Erde gefülltes Rohr demSeewasser, das er durch selbiges gcscihct hatte, dengrößten Theil deS Salzes und der Bitterkeit benommenzu haben; aber P. Feuillee fand alle diese Bor-schlage des Filtrircns unzureichend. Um 1697 ent-deckte Samuel Reyher zuerst, daß das Eis ausSeewasser ohne Salz sey, und daß man also durch Ge-frieren das Seewasser trinkbar machen könne- * AuchAdamson bewies, daß das Scewasser friert und da-durch sein Salz verliert; er nahm von Senegal See-wasser unter verschiedenen Polhöhcn mit; im Winterfror es und zersprengte die Fässer. Das Eis davongib süßes. Wasser, weil das Seeryasser abgelaufen war. 5Im Jahr 176z that daher der Ritter Lorgna, ve-uetianischer Brigadier und Director der Militärschulen,Vorschläge, durch natürliches Gefrieren Seewasser zu«ntsalzen; sie wurden aber nicht von Allen richtig ge-faßt.