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Eilfter Theil, die Buchstaben R und S enthaltend.
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364 Seide. Seidenbaum. Seidenwurm.

Chineser behaupten, Si-ling-chi, die vornehmsteGemahlin des Kaisers Hoangti, der 2600 Jahrevor Christi Geburt regierte, habe zuerst die Kunst er-funden, die Seidcnwürmer zu ziehen, die Cocons abzu-haspeln und aus der Seide Stoffe zu weben, ^ wie-wohl man auch die Kunst, seidene Stoffe zu weben,für eine Erfindung des chinesischen Kaisers Chi ri-nn ng halten will. b Die Si-ling-chi unterrich-tete auch das Volk in dieser Kunst und besonders sol-len sich die Sercr, ein scythischcs Volk, welches indem äußersten Ende von Asien, gegen Morgen, in deinnördlichen Theile des jetzigen Cbina, in der Landschaftwohnte, die jetzt Cathaja oder Cambalu heißt, zuerst indem Seidenbau hervorgethan haben, daher auch dieSeide nach ihnen im Lateinischen Lmicnm und im Grie-chischen genannt wurde. Einige wollen den

Serern gar die Erfindung des Seidenbaues und derSeidenmanufakturcn zuschreiben. Von den Chinesernund Serern kam der Seidenbau zu den Indianernund entweder von diesen oder auch durch die Serer zu den-Persern.

In der Schrift findet sich die älteste Spur von wirk-licher Seide erst in der Offenbarung I 0 hanni SXVlIl, 12.

Die Griechen und Römer bekamen ihre seidenen Waa-ren aus Ostindien und zwar durch Persien. JuliusCäsar bedeckte schon bey einem Lustspiele die Schau-bühne mit seidenen Stoffen, ^und Liberi us verbot schonden Mannspersonen den Gebrauch der Seide, weil,wie Tacitus ^ sagt, eine solche Pracht ihnen zur Un-ehre gereichen würde. Seinem Nachfolger Caligulawurde es als ein Uebermuth ausgelegt, daß er Seidetrug. Indessen waren das nur halbseidene Stoffe, mib-oei-iE, die halb seiden und halb leinen waren; dieersten ganz seidenen Stoffe, liolosonicas, trug Helio-gabalus gegen das Jahr 220 n. C. G. § Im Jahr