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Eilfter Theil, die Buchstaben R und S enthaltend.
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z66 Seide. Scidcnbaum. Seidenwurm.

Kaiser einen Krieg führte, und die Städte Athen, Co-rinth, Theben, Negropont eroberte, wo er viele Seideerbeutete; so nahm er auch etliche Tausend griechischeSeidenfabrikanten mit, und ließ durch sie in PalermoUnd in Calabrien die ersten Seidenmanufakturen an-legen ; so kam der Seidenbau aus Griechenland nachSicilien und Calabrien und von da in das übrigeItalien. Im Jahr nzz wurde schon das ?I»v!i,leoder der seidene Mantel, der bey der Kaiserkrönunggebraucht wird, in Palermo gemacht. Aus Italienkam der Seidenbau zuerst nach Spanien. In Frank-reich findet sich die älteste, Spur vom Gebrauch derSeide unter Karl dem Großen, zu dessen Zeit seineOfsiciere und Hofleute, welche ihm in dem Heerzugenach Italien folgten, aus diesem Lande seidene Kleidermitbrachten, welche mit weichen Fellen gefüttert waren,die die Venetianer aus der Levante brachten, und be-dienten sich derselben anstatt der bisher gewöhnlichenLamm-, Fischotter - und Katzenfelle. Karl der Großegab aber verschiedene Gesetze dawider, welche sich unterseinen Capitularien befinden. Im Jahr izoi fehltees in Frankreich noch gänzlich an goldenen, silbernenund seidenen Zeugen. Nachher brachten die Italienerdergleichen dahin. ^ Im Jahr 1470 legte LudwigXI. zu Tours die erste Seidcnmanufaktur in Frankreichan, wozu er die Arbeiter aus Genua, Beliebig, Flo-renz und Griechenland kommen ließ. Heinrich 1 l.ließ in Frankreich weiße Maulbeerbaume pflanzen. Durchdie innerlichen Kriege verfielen hernach die Seidenma-nufakturen in Frankreich, aber Heinrich der Großestellte sie wieder her. Oliv! er de Serres erfanddie Kunst, aus der Rinde des weißen MaulberbaumsSeide zu ziehen. Auf Befehl Heinrich IV. machteer in dem Garten der Tuilerien seine Versuche in'sGroße, und 160Z beschrieb er seine Erfindung in einerbesondern Schuft. Neuerlich sind Herr Guardia

und