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Eilfter Theil, die Buchstaben R und S enthaltend.
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Siegellack. ZZZ

fikal. Wörterbuch. IV. S. 49. 4. kroblemut.

8ect. XXIII. §. S.

Siegellack ist eine brennbare Masse, die aus geschmolze«nem Gummilack, etwas weißem Pech oder Harz und ir-gend einer färbenden Substanz bereitet und dann zumSiegeln gebraucht wird. Ein Siegel ist die Figur,welche durch den Abdruck eines Petschafts irgend einerweichen Materie mitgetheilt wird. Diese weiche Mate-rie, deren man sich dazu bediente, war nicht immer dic-selbige. Die Morgenländer färbten den Siegelring, inwelchen ihr Name eingeschuittcn war, mit einer schwar-zen Farbe und drückten ihn dann, statt der Unterschrift,auf ihre Schreiben und Briefe. ^ Daß die Gewohnheit,Sachen zu besiegeln, sehr alt ist, erhellet daraus, weilder Siegelringe schon in den ältesten Zeiten Meldung ge-schieht. Juda gab der Thamar seinen Siegelringzum Unterpfande, ^ Pharao gab dem Joseph einenSiegelring, ^ und in den Schriften Mosis wird aus-drücklich der Siegelgräber gedacht. * Die schwarze Farbe,womit man den Siegelring bestrich, konnte zwar zumAbdrucken des Namens gebraucht werden, aber nichtzum Versiegeln der Briefe; hierzu bediente man sich inden ältesten Zeiten einer Art von Thon, die man Sie-gelerde nannte, in der Folge aber siegelte man mitWachs, mit geschmolzenen Metallen, mit Kleister, mitOblaten, mit Maltha und endlich erst mit Siegellack.

Schon zu Hiobs Zeit siegelte man mit Thon oderSiegclerde. ^ Besonders weiß man, daß sich die egyp-tischen Priester der Siegclerde bedienten; denn dieEgyptier durften kein Thier opfern, wenn es nicht vor-her die Priester durch einen an die Hörner gebundene«Zettel, woraus sie in Siegelerde ihr Petschaft abdrück-ten, bezeichnet hatten. ^ Zu deS Cicero Zeit wares noch in ganz Asien Sitte, mit Siegelerde vermittelstdes Siegelringes ? zu siegeln. Noch jetzt wird die Sie-

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