Siegellack.
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wird, wie man weißes Wachs grün und roth färbenkönne. " Blaues Wachs ist noch nicht erfunden wor-den, daher es-lächerlich war, wenn Kaiser Fried richtn,dem Hanns Schenk, Herrn von Tauttenburg,und Kaiser Kart V. im Jahr 1524 dem Doctor Stock«heimer das Borrecht gaben,, sich des blauen WachseSzu Siegeln zu bedienen.
Zu Ende des i4ten Jahrhunderts legte man schonDerwabrungsdeckcn auf die Kapselsiegel und wahrschein-lich entstanden hieraus die Siegelüberzüge von Papier.Im Jahr 1427 gebrauchten die Hanse - Städte solcheSiegel, bey denen der Stempel in's Papier gedruckt war,und schon einige Zeit vorher waren dergleichen Siegel-überzüge bey ihnen gewöhnlich. Herr Amtmann R 0 0 sin Merrheim hat auch an Urkunden des röten Jahrhun-derts solche Siegclüberzüge von Papier wahrgenom-men. *6
Auch die Siegel von Gold, Bley und andern Metal-len sind sehr alt. Der bleyernen Siegel bedienten sichschon die römischen Kaiser bey ihren Verordnungen vomTrajanus oder vom Jahr 98 an, bis aufden Justi-nian oder bis 527; und bey den päpstlichen Bullenfindet man bleyerne Siegel vom dritten bis auf daSzwölfte Jahrhundert. " Der Kayser Karl IV., derIZ49 zur Regierung kam, gab noch häufig Siegel vonMetall. Das Majestatssiegel, worauf ein Regent aufdem Throne sitzend mit den Neichsinsignien abgebildet ist,hat Kaiser Heinrich ll. im I. 1002 zuerst gebrauchtund Kaiser Heinrich IV., der 1056 zur Regierungkam, soll es zuerst in einer Urkunde ein Majestatssiegelgenannt haben.
Später als die Wachs- und Bleysiegel kamen die Sie-gel von Mehlkleister, Brodtcig und Oblate auf. Auch so-gar Könige sollen vor Erfindung des Siegellacks ihre
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