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Eilfter Theil, die Buchstaben R und S enthaltend.
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Steinschleiferkunst.

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in welche vertiefte Figuren eingeschnitten sind, heißen In-taglio's, aber die, auf welche erhabene Figuren geschnit-ten sind, werden Kameen genannt.

Die Kunst , Edelsteine zu schleifen und zu schneiden,wurde in den Morgenländern erfunden und die Egypkicrsind das älteste Volk, das sich damit abgab. Nachherwurde diese Kunst auch von den Hetruriern, Griechenund Römern mit glücklichem Erfolge getrieben.

Die Egypticr gaben sich aus Holzmangel frühzeitigmit der Bearbeitung der Steine ab, welches ihre Pyra-miden, Obelisken und Labyrinthe beweisen. Sie mach-ten schon in den ältesten Zeiten, aus dem härtesten Por-phyr, aus demBasalt und Granit, Gefäße mit Figuren,und schnitten auch auf Halbedelsteine. Einige meynen,daß sie dieses durch rohe Diamanten bewirkt hätten, weilsie zuerst die Entdeckung hätten machen können, daß derDiamant an Härte alle Steine übertreffe, und daß manmit rohen Diamanten, die durch das Rad umgetriebenwerden, andere Steine bearbeiten könne. Hierauf folg-te die Entdeckung, daß daZ auf eben diese Art an demRade umlaufende und mit seinem harren Sande oderSchmerzet feucht bestrichenc stumpfe Eisen auf die Steinegleichfalls mächtig wirke. ^ Jener feine, harte Sand,den man zum Schleifen der Steine braucht, wurde vonden Morgenländern (Schamir) genannt, woher

das Wort Schmirgel oder Schmergel entstanden zu seynscheint. Man vermuthet, daß dieser Schmerze! daSdiaxüun sey, dessen sich die Alten, nach des PliniusZeugniß, zum Schneiden der Steine bedienten. Dieseshatte seinen Namen von der Insel Naxos, wosich Schmcrgelgruben befinden; ein Vorgebirge dieserInsel hat daher den Namen Oavc> Z>neri°lio. Hernachlernte man den Diamant in Splitter schlagen, welches,«ach des Plrnius Bericht, dadurch bewerkstelliget

wurde