Steinschlciferkuiist.
5^3
wurde, daß man ihn in warmes Bocksblut legte, undihn dann mit dem Hammer zersprengte; diele Split-ter oder Diamantspitzen wurden in Eisen gefaßt undan ein Rad befestiget, damit sie umgetricbcn werdenkonnten, und nun verfolgte man damit, durch trocknesBohren, die auf den Stein gerissene Zeichnung. Die-ses ganze Verfahren war schon zur Zeit des PliniuSbekannt. ^ Durch den Gebrauch wurden diese Split-ter stumpf und griffen nicht mehr an, daher man sienun zum Poliren der geschnittenen Figuren brauchte. In-dessen schnitten die Alten doch am häufigsten mit demRade und mit dem stumpfen Eisen, denn Werke vonder Art, wo sie mit der Diamantspitze gearbeitet hat-ten, sind sehr selten. Von dieser Erfindung, mit derDiamantspitze zu schleifen, war nur noch ein kleinerSchritt zum Gebrauche des Diamantpulvers, und Go-- guet * behauptet, daß die Alten den Diamantstaubwirklich gekannt und zum Schneiden der Steine, nurnicht zum Schneiden des DiamantS selbst, angewandthatten. Er beruft sich auf die schon angeführte Stelledes Plinius; § allein die Redensarten, die daselbstvorkommen, beweisen für Goguets Meynung nichts.Es heißt daselbst: (asMm-is) in Min PM'VUS f'esnZituecrnsras, nt ceeni vix poLi-int. Hierunter kann aberkein Diamantstaub verstanden werden, denn PliniuSsagt gleich darauf: expetnntin- sliae crnstse) a sealpto-rikus, Lriocine inclucluntui- ; Diamantstaub kann abernicht in Eisen gefaßt werden, hier sind also Splitterzu verstehen. Das war aber zur Zeit des Pliniusbekannt, daß man einen Diamantvermittelst eines andernDiamantsschneiden konnte, denn er sagt ebendaselst: postliiinc (6vpriuni) est sielsintos kci-rei splencloris, zrnnclersante ceteros, secl natura clissinnlis. I'sarn et iatiduskranZltue et alr'o aclanrante potent. guocl et
e^prr'c» erienit. Einige muthmaßen, daß die Indianerden Egypticrn das Diamantpulver mitgetheilt hättenB. Handb. d. Erfind, rrr Lh> K? oder