Band 
Zwölfter und letzter Theil, die Buchstaben T bis Z enthaltend.
Seite
42
JPEG-Download
 

42

Telegraph.

drückt; den acht folgenden Buchstaben dienten eben f»viele in der Mitte brennende Feuer zum Zeichen und achtandere Feuer zur Stechten stellten in eben der Ordnungdie acht übrigen Buchstaben des Alphabets vor. DieseFeuer wurden durch Reis, Strob und darauf gegossenesFett unterhalten. Um den Beobachter aufmerksam zumachen, auf welcher Seite er den Buchstaben suchen,sollte, wurde vorher entweder an einer vierten Stelleein Feuer angezündet, wodurch die linke Seite angezeigtwurde, oder zwey Feuer, welche die Mitte anzeigten,oder drey Feuer, welche die rechte Seite anzeigten.Hatte man statt drey Reihen Buchstaben etwa vier odermehrere Reihen; so mußte man desto mehrere AnzeigerFeuer zur Bestimmung der Reihe haben, in welcher derBuchstab zu suchen war. Der Beobachter hat ein gco?tnctrisches Instrument mit Röhren, um die Reihen derBuchstaben besser unterscheiden zu können. Diese Sig-nale konnten durch Beobachtung und Wiederholung wei-ter fortgepflanzt werden. Doch war diese Methode,durch Feuer zu signalisiren, nur deS Nachts brauchbarund sehr unbequem, weil sie wegen der Menge der Feuereine beträchtliche Breite erforderte, daher sie auch nurim Nothfall gebraucht wurde.

Franz Keßler, ein Maler von Wehlar, machteim Jahr 1617 zum Behufe der Signalisirkunst denOrtforscher bekannt oder ein Instrument, welches dazudient, die Richtung oder Linie nach einem bestimmtenOrt auch in der Nacht zu finden und Andern in der Ent-fernung seine Gedanken zu erkennen zu geben. Am Ta-ge, wo man beyde Oerter sehen kann, zieht man zwi-schen beyde, gegen eine auf dem Instrument befindlicheMagnetnadel, eine gerade Linie und bemerkt ihre Lagegegen die Magnetnadel, wodurch man die Richtung nachdem Orte findet. Um Andern seine Gedanken in derFerne mitzutheilen, muß der Andere wissen, daß er zu

einer