Thermometer.
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Daniel Gabriel Fahrenheit, einem Künstler ausDanzig, der sich nachher in Holland niederließ. Erschenkte im Jahr 1714 dem Herrn von Wolf zweyWcingeistthermomctcr von sieben Zoll Lange, die voll-kommen mit einander übereinstimmten lind 1724 machteFahrenheit selbst seine Methode allgemein bekannt.Fahrenheit nahm für die Grenze der größten Kälte dieje-nige an, die er im strengen Winter 1709 zu Danzig be-merkt hatte und die er allemal wieder hervorbringenkonnte, wenn er das Thermometer in eine Mischung vonSchnee und Salmiak, zu gleichen Theilen genommen,sehte, worin der Weingeist so tief, wie im Jahr 1709sank; diesen Punkt nannte er den künstlichen Eispunktund bemerkte ihn mit Null. Der andere Punkt bezeich-nete die natürliche Warme des Bluts im menschlichenKörper und der Zwischenraum zwischen beyden war in96 Grad eingetheilt.
Halley hatte schon i6He> den Vorschlag gethan,das florentinische Thermometer statt des Wcingeists mitQuecksilber zu füllen, und Fahrenheit befolgte diesenVorschlag seit l 709 mit vielem Glücke. Wenn Fahren-heit dasVolumen dcsQuccksilbcrs, das auf 0 stand, in11124 Theile theilte, so dehnte es sich bis zum Punkteder natürlichen Gefricrung des Wassers um Z2, wennman es in siedendes Wasser setzte, um 212, und wennman das Quecksilber bis zum Kochen erhitzte, um 600solcher Theile aus. Daher gab Fahrenheit dem Raumezwischen der künstlichen Kalte und der Siedhitze desQuecksilbers, als der größten Warme, die diese Materieanzeigen konnte, 600 gleiche Theile. Weil aber Ther-mometer von so großem Umfange nicht immer nöthigsind: so verfertigte er kleinere, die sich nur bis zur Sicd-hitze des Wassers erstreckten und an welchen dcrZwiichcn-raum zwischen beyden festen Punkten nur 212 Theilefaßte. So entstand die noch jetzt gewöhnliche Fahr ru-he i-