Band 
Zwölfter und letzter Theil, die Buchstaben T bis Z enthaltend.
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Thurm.

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Nologna und Pisa für Werke der Kunst. Der HangendeThurm zu Bologna ist ein von gebrannten Steinen auf-geführtes, glattes, viereckigtes Gebäude, obne Fensteroder einigen Zierrath, auch ohne Dach, dessen Schiefedaher rührt,, daß an der einen Seite, was daran über-hängt, mit Eisen gefastet und schräg in die Höhe geführtist, an der andern Seite aber unten ein Anbau, welcherauch schräg in die Höhe geht und sich allmählich verliert,angelegt ist, welches den Bau krummscheinend macht.Aber der Hangende Thurm zu Pisa ist rund, von weißemMarmor, mit einer von außen umhergehenden Treppevon acht über einander stehenden Säulcngangen und hatoben ein Geländer; er ist iZo Schuh hoch, hängt aufeiner Seite um 16 Schuh über und ist mit großer Kunstso angelegt, daß er sich durch seine eigne Last erhält, sowie man etliche Drctsteine so über einander legen kann,Laß sie auf eine Seite hangen und doch nicht fallen, solange der Mittelpunkt der Schwere nicht über den Grund-fuß tritt. Der Graf Maximilian von Lamberghat gezeigt, daß die Schiefe dieses Thurms nicht durchSenken entstanden seyn kann, weil die Mauern nichtvon gleicher Dicke sind; und hätte sich der Thurm ge-senkt, so müßte das Innere desselben auch schief seyn,welches doch nicht ist. Ihm ist daher die Meynung dcSCasatus wahrscheinlicher, daß diese schiefen ThürmeKunststücke solcher Baumeister sind, die ihre Kenntnißvon den Centralkräften dadurch an den Tag legen woll-ten. Lord Baltimore fand in den Vorstädten vonPisa eine Inschrift, die eS wahrscheinlich macht, daßJohannes Oenipontanns, der einen hohen Nük-ken hatte, um 1174 der Baumeister des schiefen Thurmszu Pisa und vielleicht gar der Erfinder der schiefen Thür-me war. Die Aufschrift ist folgende: Oa-

ohliguiis, vdligui vinckex. ?ilis. i l"4- ^

Herr Fischer in Strasburg hat, nach der Angabe desHerrn Fourneau in Paris, das Modell eines Thurms