Torf.
rar
nius irrt, wenn er in seiner fricSkändischen Chroniksagt, daß der Gebrauch des Torfs zur Feuerung um dasJahr 1215 erfunden und 1222 allgemein geworden sey;nur so viel folgt aus seiner Erzählung, daß der Gebrauchdes Torfs zur Feuerung um jene Zeit in den Niederlan-den bekannt war, denn im Jahr 121z schenkten dieWald- und Bergleute dem einige Meilen von Lceuwar-den gelegenen Kloster Mariengaerd viele Torfmoore. InFrankreich ist der Gebrauch des Torfs zur Feuerung erst1621 durch Charles de Lamberville, Parlements-advokat zu Paris, bekannt gemacht worden, welcher ihnin Holland kennen gelernt hatte.
Das Verkohlen des Torfs schlug Johann JoachimBecher um das Jahr 1669 vor. ^ Diese Erfindungist eine der nützlichsten in Rücksicht des Torfs, weil dieTorfkohlen leichter, regelmäßiger und ohne Übeln Geruchbrennen, alle Dienste der Holzkohlen leisten und sogarbeym Eisenschmclzcn etwas mehr Eisen aus den Minernbringen, als man durch Holzkohlen erhalten kann. InDeutschland ist das Verkohlen des Torfes etwa seit74 Jahren bekannt geworden. Herr von.Carlowitzerfand ein besonderes Verfahren, eine gewisse Art Torf,der in Obersachsen gefunden wird, verkohlen zu lassen,wodurch er der Schmelz - und Schmiedearbeit vielenVortheil schaffte. * In Sachsen hat man auch die ge-trockneten Torfstücken in eben solchen Meilern verkohlenlassen, wie sie Dü Hamcl Dü Monceau für dieHolzkohlen vorschrieb, doch machte man die Meiler nichtso hoch und änderte noch Einiges ab. Jetzt hat man dieseArt, den Torf zu verkohlen, nicht mehr nöthig, dennseit etwa 48 Jahren hat man in der Grafschaft Werni-gerode zum Verkohlen desTorfs besondere runde, eiserneOefen erfunden, die auf einer viereckigen starken Mauerruhen, wodurch die Arbeit erleichtert und die Torfkohlenoch verbessert'wird.
Herr