Band 
Zwölfter und letzter Theil, die Buchstaben T bis Z enthaltend.
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Torf.

Herr Findorf hat sich sehr große Verdienste um dieBenutzung der Torsmoore und um die Erzeugung desTorfs erworben. Herr De Luc hat lesenswertheNachrichten von des Herrn Findorfs Erfindungen mit-getheilt. U», Torf zu erzeugen, sticht man Gruben von6 Schuh Tiefe und 15 bis 20 Quadratschuh Oberflächeaus, die sich mit Wasser füllen und im ersten Jahre eingrünes schleimiges Moos erzeugen. Im zweyten liegtdieser Schleim schon zwey Schuh hoch auf dem Wasserlind man unterscheidet darin eine Menge zarter Faden mitBlattern und Blumen; im dritten legt sich Moos an,das den Staub und die in der Luft schwebenden Saamenaufhält, und eine Menge Sumpfpflanzen, Schilfe undGräser erzeugt; diese werden im vierten Jahre so schwer,daß sie mit ihrem Bette niedersinken. Man drückt siealsdann auf den Boden zusammen, so daß nach mehre-ren Wiederholungen dieser Operation die ganze Grubein zo Jahren ausgefüllt ist. Dennoch würde dieser neueTorf vielleicht noch Jahrhunderte brauchen, um dem al-ten ähnlich zu werden. 5

Der Herr Baron von Merdinger, Secrctair beymniederöstreichischen Justiz-Tribunal, hat einci,

4 künstlichen Torf erfunden, der aus solchen Dingen be-

steht, die in Oestreich in Menge wachsen, und bishernicht gebraucht wurden und selbst von Kindern bereitetwerden kann. Er soll dem gewöhnlichen Torf noch vor-zuziehen seyn, weil er keinen unangenehmen Geruchmacht und länger dauert. Diese nützliche Erfindung istbereits erprobt worden und man verspricht sich große Vor-theile von derselben.

Der verstorbene Professor Hadelich hat aus Torfsogar Papier bereitet, doch wurde es nicht weiß. Ausschlechtem Torf machte er Pappe, aus den Kohlen de§Torfs schwarze Farbe, Tusche und Druckerfarbe. AusTorf machte er Tapeten und aus den Zasern des Torfs

ein