Türkisches Korn. Türkisches Papier.
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her Gegend von Pifchapur oder Nischapur in Ehorosanangetroffen, und durch überschickte rohe und geschliffeneProben dargcthan, daß der orientalische Türkis nicht ausnuneralisirren Thierzahnen, sondern aus ordentlichenin einem Muttepgestein eingeschloffencn Lagen, Nicrchei,und Punkten besteht, und mit dem Opal, Pechstein undChrysopras einerley Verhalten und Erzeugungsart hat,auch mit diesen in eine Abtheilung gehört. ^ Wenn siealt werden, werden sie immer grüner und verlieren ihrenWerth. Johann Cassia von Putra soll aus gegra-benem Elfenbein Türkiffe gemacht haben, Henkel ver-suchte es auch, brachte aber die Lürkissarbe nicht heraus.Kunkel lehrte, wie man die Türkiffe durch Glas nach?rnachen könne. ^
I. Magazin für das Neueste aus der Phnjik.; fsrtges. vonBoigk. I7L5. X. B. 1. St. S. I7S. 17U. 2. Jacob -
son technol. Wörierb. IV. S. 461.
Türkisches Korih wurde aus der Türkey zu uns gebracht,von der eS auch seinen Namen hat. Jablonskie Allg.Lcx. 1767. II. S. 1602.
Türkisches Papier wurde in Deutschland erfunden. ZuEnde des isten Jahrhunderts findet man schon sehr fei-nes und schönes in Augsburg; i auch erfand man zuAugsburg das Verfahren, dergleichen Papier auf einemgefärbtem Grunde nach Belieben mit goldenen Blumenzu malen; solches Papier wird von dem Orte seinerErfindung Augeburger Papier genannt. 2 Gegen Endedes i7tcn Jahrhunderts hatte man auch zu Augsburg ge-drucktes , buntes Papier. Man vermuthet, JohannMieser (geb. 1676, gest. 1742) habe dieses Gewerbezuerst nach Augsburg gebracht. ^
1. Kunst-, Gewsrb - und Handwcrksgeschichte der ReichsstadtAugsburg. I. Lh. 1779. S. LL7. L. JablonskieAUgem. Lex. Leipzig. 1767. II. S. 1602. Z. Kunst-, Ge-