Tuncstrick's Balsam.
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L. Kunst-, Gewerb- und HanbwerkSgeschi'chte der Reichs-stadt Augsburg, von Hr. Paul von Ekelten dem jün-gern. 1779. I. Lh. S, 12,2. II. Th. 1738. G. 39. Vergl.Beckina nns Beytr. zurGesch. der Erfindungen. 3. An-ttpandora 1. S. 432.
Aimestrick's Balsam. Im Sommer 1788 kam der Eng-länder Tunestrick nach Ncuwicd und machte mit einemvon ihm selbst erfundenen Balsam auffallende Euren.Er ließ z. B. einem Schaafe 4 starke Nagel durch dasGehirn und durch die Schläfe schlagen, goß dann aufalle Wunden etwas von seinem Balsam, worauf derHammel gleich wieder curirt war und mit Appetit fraß. *Dieß machte Aufsehen und man hielt Anfangs diesen Bal-sam für ein großes Geheimniß. Die wahre Ursache,warum solche Wunden schnell und ohne Gefahr heilen,lag aber nicht in dem Balsam, sondern darin, daß dasGehirn wenig empfindlich ist; es kann ohne beträchtli-chen Nachtheil verwundet, es können sogar ohne Lebens-gefahr ganze Portionen desselben weggenommen werden.Tunestrick hätte also eben sowohl etwas Branntweinoder gar nichts nehmen können, und sein Versuch würdeauch gelungen seyn. ^ Auch ist dieses Kunststück nichtneu. Schwenker meldet schon in einer Schrift ^vom Jahre i6z6 Folgendes: ,,So man einer Henneden Kopf auf den Tisch legt, ihr ein Messer recht mit-ten aus den Kopf setzt und mit einem Hammer ganz durchden Kopf schlägt, also, daß das Messer in dem Tischesteckt, wird es der Henne nichts schaden, wenn nur dasMesser geschwind wieder aus dem Tische gezogen, derHenne aber der Schnabel geöffnet und ein BröckleinBrod darein geschoben wird. Hätte ich es nicht selberprobirt, würde ich solches schwerlich zu glauben bewegetworden seyn.,,
Vom Jahr 1709 wird gemeldet, daß der ProfessorHofmann in Halle dergleichen Euren mit Rheinweinverrichtete. *
Daß