Band 
Zwölfter und letzter Theil, die Buchstaben T bis Z enthaltend.
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129
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Turnauer Glascomposition,

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1'Xcsä. äs Lerlin. 1756. P. 110. 9 IVo^a <7ai-aFa L.st-lre t,lr 1s 1'urmsl-ne L I^lr. <Ie Luüon. 17^9. -. 1t).kliilol. 1>sriLsc1. Vol. 1.1. ?. 1. p. Z08. II. Idiä. Vol.I.. II. k. II. p. 44Z. 1L. Gehler phyßllal. WLiterbuch.

III. Th. S. 4U0 —-iOg.

turnauer Glascomposition oder Steincomposition.

Kayser Rudolph H. ließ in Böhmen allenthalbenEdelsteine suchen und gab sogar einem Pfarrer zu Ro-wcnsko, einem Städtchen zwey Stunden von Turnau,«ine besondere Vollmacht dazu, am Niescngebirge Edel-steine zu suchen. Die Steinschneider, die damals ih-ren Sitz besonders nur in Italien hatten, wollten sichdieses wegen seiner Reichthümer ausgeschricenen Riesen-gebirgs versickern und schickten einen ihrer Factoren,der durch listige Streiche und Spukereyen alle Men-schen von sich verscheuchte, woher wohl das Mahrche»vom Rübezahl in den dasigen Gegenden entstanden seynmag. Hernach wanderten die italienischen Steinschnei-der aus Italien aus, daher sie auch keine Factorenmehr aufs Nicsengebirge schicken konnten. Einige vondiesen Künstlern kamen zu Nudolphs Zeit nach Böh-men Und ließen sich am Fuße des Riesengebirgs in derStadt Turnau nieder. Bald wurden aber die achtenEdelsteine weniger gesucht, weil die Venrliancr Glas-flüsse erfanden, die schwer von achten Edelsteinen zuunterscheiden und doch wohlfeiler waren. Dieß nöthig-te die Turnauer Steinschneider vom Schleifen ächterEdelsteine größtentheils abzugehen und dafür vcnetia-nische Glasflüsse zu bearbeiten. Für diesen rohen Glas-fluß gieng aber viel baares Geld fort und man wuß-te auch dem Glasflüsse nicht alle Farben ächter Edel-steine zu geben. Die Turnauer Steinschneider ent-schlossen sich also, entweder einen venetianischen Glas-flußbrenner nach Turnau zu locken, oder dessen Ver-fertigung den Venetianern abzukaufen oder abzulau-schen. Es begaben sich daher zwey Bruder, NamensB. Handb. d. Erfind. 1t. Th. I Fl-