Band 
Zwölfter und letzter Theil, die Buchstaben T bis Z enthaltend.
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Turnier.

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man Schimpfturniere, die blos zur Lust gehaltenwurden, andere aber Turniere zum Ernst, in de-nen man auf Tod und Leben kämpfte. Die letztereGattung wurde auf der lateranischen Kirchenversamm-lung iizy verboten. Die Art des Kampfs bestandentweder im Nennen und Stechen, welches mit derLanze geschah und zwar theils nur zum Vergnügen,theils aber auch auf Leben und Tod, in welchem Fal-le es ein Scharfrennen genannt wurde, dergleichenSeyfried von Ve-nningen und ein gewisser vonRechberg im Jahr 143z zu Speycr hielten, wobeyde Kämpfer vier Mal gegen einander ritten, bisNechberg, tödtlich verwundet, sammt seinem Pferdefiel und Venningen den Sieg behielt; oder derKampf bestand im Turnieren oder im Streite mitKolben und Schwerdt; geschah dieses zur Lust, sohieben sich die Ritter nur nach den Kleinodien; ge-schah es zum Ernst, so suchte einer den andern znerlegen. Beydes, sowohl die Schimpfturniere, alsauch die Turniere zum Ernst geschahen im hohenErzeug.

Die Turniere dienten zu einem angenehmen Zeit-vertreibe; man verliest Alles und verkaufte, was manhatte; um nur an ihnen Theil nehmen zu können.Ein Edelmann, der sich nicht in diesen Spielen aus-zeichnete, ward wenig geachtet, und der beste Beweisseines Adels war der, kn den Turnieren mitgekämpftzu haben. Die Jugend betrachtete diese Spiele alseine anständige Schule, sich zum Kriegsdienste zu bil-den; der Mann, als eine Gelegenheit, seine Geschick-lichkeit zu zeigen, und der Verlievte, als ein Mittel,sich die Hochachtung seiner Gebieterin zu erwerben.Man stellte die Turniere hauptsächlich dem schönenGeschlechte zu Ehren an, daher auch die Damen nichtssehnlicher, als diese Spiele, erwarteten, nicht blos,

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