Turnier.
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Im Zahr 150Z hielt Ludwig XN. zu Lion einRitterspiel mit dem Rohrwerfcn. ^ Im Jahr i-r r,desgleichen 1577 wurde noch bey der Fürstl. Wür-tembergischen Hochzeit gerennet und gestochen, abernicht turnierct, man hatte keine Turniervoigte dabey,auch wurden die Helme nicht öffentlich zur Schau ge-tragen. Herzog Wilhelm in Bayern gab 1563 einKübelstechen. In Italien wurde noch 1648 einTurnier zu Modena gehalten, wo der kayscrliche Ge-neral Motecuculli seinen besten Freund, den Gra-fen Manzani, mit der Lanze tödtcte. ^ Dres-den wurden i. I. 1719 noch Ritterspicle gehaltenund im Jahr 179z hielten der Herzog Georg vonMeiningen und der Fürst Ludwig Friedrich vonSchwarzburg Rudolstadt, zu Rudolstadt, bey Gelegen-heit des dasigcn Vogelschießens, ein Turnier untresich, welches den Beyfall der Zuschauer erhielt.
Beschaffenheit und Ende bey Turniere in Frankreich.
In Frankreich sah man die Damen als die Seeleund Zierde der Turniere an, und sie pflegten auch denMuth der Streiter dadurch zu erhöhen, daß sie ihnenvor dem Kampfe etwa einen Gürtel, einen Schlcyer,ein Stück von ihrem Kopfputz, ein Armband, eineSchleife, Schnalle, auch wohl eine mit eigner Handgewirkte Arbeit schenkten, womit der Ritter die Spitzeseines Helms, seiner Lanze, seinen Schild, sein Was-fenkleid auszierte. Fügte sichs, daß der Ritter einigevon den Damen erhaltene Pfänder verlor, und daßsolche dem Sieger zu Theil wurden: so schickte dieDame des unglücklichen Ritters wieder andere, umihn zu trösten und ihn zu ermuntern, eben derglei-chen Beute zu machen, und ihr diese anzubieten. Oftnahmen die Damen so warmen Antheil an dem Schick-sal ihrer Geliebten, daß sie sogar den äußern Wohl-B. Handb. d. Ersind.^rar KH. K stand