Turnier.
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schalle, Rathe und Deysiher, weiche sich an verschie-denen Orten hinstellen mußten, um denen, die ihreretwa bedurften, zu Hülfe zu eilen. Ferner gab eSbey den Turnieren noch Wappenkönige, Herolde undUnterhcrolde, die auf allen Seiten standen, und aufdie Stöße, die ein Jeder austheilte und wieder ein«psicng, genau Achtung geben und davon getreuen Be-richt erstatten mußten. In der Hauptstadt Frankreichsgab es auch vcrscbiedcnc für die Turniere besonderserbaute Schranken, und man kann vielleicht eben hier-in den bisher noch nicht bekannten Ursprung des Rechtsherleiten, daß die den Prinzen vom Gcblüte und an-dern hohen Kronbedienten zugehörigen Häuser vor»Barrieren haben durften. Vielleicht hatten sie eiirausschließendes Recht, dergleichen Schranken zu er-richten, da sie auch nur bey sich Turniere anstellenkonnten.
Vier Tage vor dem Turniere pflegten sich die Rit-ter zu versammeln und Einer suchte den Andern in derPracht seiner Rüstung, und Equipage zu übertreffen.Sie erschöpften ihr Vermögen in Anschaffung kostba-rer Pferde und Kleider für sich und ihre Bedienten,wie auch in Perlen, Smaragden, Rubinen, die ihreWagen, ihren Waffenrock und die Pferdedecken, dievon Sammet oder Lasset waren, zierten. Die Wap-penschilde der Ritter wurden in einigen benachbartenKlöstern zur Schau ausgestellt, wo Herren, Damenund ledige Frauenzimmer sie untersuchen konnten.
Wer in Frankreich turnieren wollte, mußte zweytis drey Ahnei? haben, seine Nechtschaffenheit mußteallgemein bekannt, und er auch in Ansehung seinesUmganges mit dem Frauenzimmer ganz ohne Tadelseyn. Hatte er unter seinen Stand geheyrathet, odersich durch eine unwürdige Handlung entehrt, so durf-te er nicht turnieren, und erschien er doch bey dem
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