Band 
Zwölfter und letzter Theil, die Buchstaben T bis Z enthaltend.
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Uhr.

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I. H. Schlüter aus dem Kirchspiel Wolf," imMünster-Hochstift, welcher das Uhrmachen nie gelernthat, sondern von Profession ein Leinweber ist, hatnach eigner Erfindung eine Kunstuhr gemacht, die i.Stunden und Minuten zeigt, 2. sieht man deutlich ei-ne Bataille zwischen Laudon und den Türken zu Bel-grad, Z. das Netiriren und Avanciren, man hört Trom-petenschall, sieht rechts- und linksum exerciren. Fer-ner sieht man eine Stadt mit zwey Thoren, wo alleViertelstunden an jedem Thore die Schildwache abge-löset wird, und verschiedene Kunststücke mehr. *

Der Herr Baron Jacob Johann vonKüllmar,zu Arnstadt im Schwarzburgischen, hat es in Verfertigungder Kunstuhren zu einem hohen Grade der Vollkommen-heit gebracht; ich hatte mehrmals Gelegenheit, seine vor-trefflichen Arbeiten zu sehen, daher ich hier einige der-selben beschreiben will. Er hat sich drey große Pen-duluhren verfertiget, welche acht Tage lang gehen.Stunden, Minuten, Secunden und den Tag zeigen,auch schlagen und repetircn; zugleich sind sie ss ein-gerichtet, das das Schlagwerk zum Schweigen gebrachtwerden kann, daher sie auch in Krankenzimmern brauch-bar sind. Ueber dem Zifferblattc der einen Penduluhrsieht man ein Paar Tagelöhner, die Holz sagen, einenJager, dem ein Mädchen die Haare streichelt, undneben dem Jager einen Hund, der mit dem Schwänzewedelt. Ueber dem Zifferblatt der andern Penduluhrsieht man eine Gesellschaft, die ihre Fröhlichkeit durchmannichfaltige Bewegungen zu erkennen giebt.

Ferner sah ich eine von ihm verfertigte Tafeluhr,die ebenfalls acht Tage geht, Stunden, Minuten, Se-cunden und den Tag zeigt, schlagt und repetirt. Aufdieser Uhr ruhete ein aus Silber ganz nach der Na-tur gearbeiteter Hund, an dem das Pudelhaar vor-trefflich ausgedrückt war. Ehe die Stunde schlug, be-wegte