Band 
Zwölfter und letzter Theil, die Buchstaben T bis Z enthaltend.
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Ultramarin.

rnarins soll, wie Thcophrastus schreibt, ein Königvon Theben, in Egypten, erfunden haben. 2 DenNamen luipis I^uli haben wir erst von den Arabernerhalten. Herr Hofrath Kcckmann behauptet, unserLazurstein sey der Saphir der Alten gewesen und be«weiset dieses unter andern auch aus einer Stelle ausdes Arethas Erklärung der Offenbarung JohanniS,bey Kap. 2r, iy. ^ Arethas lebte im cilften Jahr«hundert. Nach Tychsens Meynung ist Lazul oderLazur ein persisches Wort und heißt sowohl der La-zurstein, als auch blaue Farbe. Die älteste Erwäh-nung des Namens iHuli kommt nach Herrn Beck-nianns * Meynung in einer Schrift des Leontius6 vor, wo Leontius, der im üten Jahrhundert ge-lebt haben soll, seine Himmelskugcl mit einer Farbeanstreichen lehrt, die man damals I.arn,rion nannte.Im Zten, yten und loten Jahrhundert wurde dasWort von blauer Farbe und blauer Erde ge-

braucht. Die angeführte Stelle des Arethas scheintdie erste zu seyn, wo die eigentliche Ultramarin-Farbegemeynt ist. Den Namen Ultramarin soll die Farbenach Einigen daher haben, weil sie zuerst über dasMeer, aus der Levante und besonders aus Smyrna,zu uns gekommen sey, nach Andern aber daher, weilihr Blau noch stärker, als das Blau des Meeres, sey.So viel man bis jetzt weiß, ist Eamillus Leona-rius der Aelteste, der 1503 das Wort ulti-.iinro-imni,o/nn-rum brauchte. 6 Einige behaupten, NikolausNicoluzzi, sonst Pigna genannt, ein Apothekerund Chymist zu Ferrara, habe das Ultramarin zuersterfunden; ? allein, diese Farbe kannte man schon vorseiner Zeit, er erfand nur eine sehr vvrtheilhafte Be-reitungsart derselben und besaß das Geheimniß, daSbeste Ultramarin zu jener Zeit zu verfertigen. ^ DerSohn dieses Nicoluzzi hieß Giambatista Pign»und starb 1575 im ^2sten Jahre seines Alters, wor-aus