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Vulkane.
Schilderung wird hinreichend seyn, um sich von demeben so furchtbaren als erhabenen Schauspiele einesfeuerspeyenden Berges einige Vorstellung machen zukönnen.
Die Laven, mit deren Ausbruche das Toben derVulkane gewöhnlich nachlaßt, fließen entweder wie einSchaum aus dem Erster selbst hervor, oder sie bre-chen an den Seiten oder am Fuße des Berges, schonmehr geronnen, mit einem heftigen Knalle aus. Siebilden einen Strom dickflüssiger geschmolzener Mate-rie, dessen Geschwindigkeit im Anfang am größten ist,selten aber über drey Tausend Fuß in einer Stundebetragt. An der Luft wird die Oberflache bald hart,und trennt sich in Stücken, die auf die Seite fallenund eine Art von Kanal bilden, in welchem der nochflüssige Theil fortgeht. Dieser Kanal wird weiter hinimmer breiter, bis endlich die Oberflache ganz erhär-tet, da die Lava nur noch auf dem Grunde fließt, dieoben schwimmenden festen Stücken mit sich fortführt,und das Ganze einem fortrollenden Steinhaufen ähn-lich macht. Die Ströme der Laven sehen im Dun-keln glühend aus, am Tage aber zeigt sich nur einweißer Rauch. Die Hitze ist am Orte des Ausbruchsso stark, daß man zuweilen nach einem Jahre dieHand noch nicht auflegen kann. Die Oberfläche glühtmehrere Tage, und das Innere oft Monate lang,oder bleibt doch so heiß, daß ein Stock, mit demman die äußere Rinde durchsticht, brennend herausge-zogen wird. Die ganze Gegend um Neapel ist vul^kanisch; dieses beweiset das 1400 Schuh lange undyoo Schuhe breite Feld Solfatara, dessen Grund hohlund mit lockerer weißer Erde bedeckt ist, aus der anvielen Stellen ein schweflichter Dampf aufsteigt, derdie blauen Farben der Pflanzen roth färbt. Schonzu des Plinius Zeit hat man aus dem Boden und
Wan-