Band 
Zwölfter und letzter Theil, die Buchstaben T bis Z enthaltend.
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Vulkane,

Physiker ein immerwährendes, Mitten im Kerne derErdkugel brennendes Feuer an. Man sah sich aberin neuern Zeiten bald genüthiget, diesen groben Be-griff zu verwerfen, das unterirdische Feuer, welchesdie offenbare nächste Ursache der vulkanischen Äusbrü-che ist, näher an die Oberfläche zu versetzen und vonseiner Entstehung und Erhaltung weitere Ursachen auf-zusuchen. Hicrbey war es nun natürlich, auf Erklä-rungen auS irgend einer Selbstentzündung zu ver-fallen.

v. Martin Lister 6 siel zuckst darauf, Vulkane,Erdbeben und Gewitter aus entzündeten Dämpfen derSchwefelkiese herzuleiten, von welchen Dämpfen erbehauptete, daß sie aus einem wahren Schwefel be-stünden, und die Fähigkeit hätten, sich durch Reibenoder Vermischung mit andern Substanzen von selbstzu entzünden. Doch hielt er die freywillige Entzün-dung nicht einmal für nöthig zur Erklärung derVulkane, weil er glaubte, daß diese noch von derSchöpfung her unaufhörlich fvrtbrcnnten.

Der altere Lemery gab im Jahr 1700 ? diesemGedanken ein unerwartetes Licht, indem er folgendenin der Physik sehr berühmt gewordenen Versuch be-kannt machte. Er mischte gepulverten Schwefel mitEisenfeile zu gleichen Theilen, und knetete die Massemit eben so viel Wasser zu einem Teige. Es stiegsogleich ein hepatischer Geruch auf, und wenn manwarmes Wasser genommen hatte, so erhitzte sich dasGemisch augenblicklich (mit kaltem aber erst nach 4Stunden), schwoll auf, erhärtete an der Oberfläche,sprang endlich auf, und verbreitete durch die Rissebrennende Dämpfe, die sogleich bey Berührung derLuft in Flammen ausbrachcn. Dieser Brand dauerte10 Stunden und das Feuer ließ sich durch Anblasenwieder erneuern. Fünf und zwanzig Pfund von jeder

Mate-