Wachs.
229
Wachs. Man hat natürliches und künstliches Wachs.Unter dem natürlichen Wachs versteht man vorzüglichdas Wachs der Bienen, welches aus einem mit demsäuerlichen Speichel der Bienen gekneteten Blumen-staubmehl besteht. Doch sind es nicht die Bienen al-lein, von denen man Wachs erhält, sondern es giebtauch noch andere Insekten, die eine Art Wachs berei-ten. In den Landschaften Huquang und Quansi inChina giebt es nämlich einen Baum, den man Pe-lachu, das ist, den Baum des weißen Wachses nennt,an dessen längliche Blätter sich kleine Würmer hän-gen, die, wenn sie sich einige Zeit darin eingewickelthaben, Wachszellen bilden, die jedoch kleiner, als dieder Bienen, sind. Das Wachs davon ist sehr hart,glänzend und vorzüglicher, auch weißer, als das derBienen. Die Lichter davon geben einen helleren Glanz,als die andern und verbreiten, wenn sie brennen, ei-nen sehr angenehmer; Geruch. *
Zu dem künstlichen Wachs gehört daS grüne Wachs,das man aus den traubenweis wachsenden blauenBeeren der Lichtmyrthe in Nordamerika bereitet, wel-ches aber etwas schmutzig aussieht. Man laßt dieBeere in Wasser kochen, bis das Oel oben schwimmt,welches man abschöpft, worauf es durchs Erkaltenhart und schmutziggrün wird; wenn man es aber nochein Mal kocht, wird es Heller grün. Man zieht sehrgute Lichter daraus, die beym Erlöschen einen Myr-thengeruch von sich geben. ^ Dieses Wachs, welchesaus den Beeren der iziirica cerildra Oirrollnenlis ge-wonnen wird, vertritt in Nordamerika die Stelle un-sers