2Z0
Wachs.
serS gelben und weißen WachseS. Die Italiener er«fanden die Kunst, aus den klebrigen, reifen Blüthen-knospen der schwarzen Pappeln ein Wachs zu berei-ten, indem sie diese Knospen, die sehr viele harzigeTheile enthalten, in siedendheißes Master einweichenund auspressen. ^ HcrrDe laMetherie hat i^äfolgende Bereitung eines künstlichen Wachses erfun-den: er vermischt Olivenöl mit einer schwachen Sal-petersäure und rührt diese Mischung von Zeit zu Zeitmit einer Glasröhre um. Nach Verlauf einiger Tagefängt das Del schon an, sich zu verdichten. Indessenfährt er fort, diese Mischung umzurühren und nachzwey Monaten hat sie die Festigkeit einer harten Po-made. Hierauf wäscht er die Masse im Wasser undmacht vermittelst eines Dochts von baumwollenen Fa-den ein Licht daraus, welches vollkommen so ruhigund ohne allen Rauch, wie ein Wachslicht, brennt.Es hat auch sogar den WachSgcruch. Die Zuberei-tung muß in der Kälte geschehen. 4 Nachher hatauch Rozier die Erfahrung gemacht, daß schwacheSalpetersäure mit Baumöl vermischt und einem mäßi-gen Feuer des Sandbades ausgesetzt, eine gelbe Mas-se von mittlerer Zähigkeit giebt, die dem Wachs anGeruch und Farbe sehr nahe kommt. § i).
Trommsdorff hat neuerlich folgende Nachricht voneiner sonderbaren Erzeugung einer wachsähnlichen Sub-stanz mitgetheilt. In einer Kiste, in der viele Fahrebittere Mandeln gestanden, die zum Theil noch ihreSchalen hatten, fand man mehrere, die in eine Sub-stanz verwandelt worden waren, die sich wie wirkli-ches Wachs verhielt. 6
1. Kmulsmenr Iltorslrer, on Illnxarin 6s la liclls Intern-iars x»r H. L. 6/>o//ni, L Lranäskourg, okor ler kreier,«alle 177S. x. 126. Nr. I.XXXV1II. Jablontzkle all-g«m. L.x. aller Künste u. Wiff. Lelpz. 1767. II. S- 168Z.L, JablsnSki« a. a. O. 1. S. 795. 3. Halle Ma-
gie