Band 
Zwölfter und letzter Theil, die Buchstaben T bis Z enthaltend.
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Wärme.

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Herr Wilke bat zuerst die Gesetze der Vertheilungfreyer Wärme unter verschiedene Stoffe genau unter-sucht und daraus den bestimmten Begriff von specifi-scher Warme hergeleitet. Er wurde im Jahr 1772durch seine Versuche über die Kälte des Schnees beymSchmelzen auf diese Entdeckung geleitet. §

Crawford hatte schon die specifische Wärme beymehreren Körpern untersucht und nach ihm beschäftigtesich Kirwan mit diesem Gegenstände; er war der Er-ste, der eine Tabelle für die specifischen Wärmen un-gleichartiger Körper lieferte, welche Ma gellan i/Zobekannt machte. ^ Eine vollständigere lieferte Berg-mann und aus ihm Bader; eine neuere und mit vie-len eigenen Versuchen vermehrte gab Gadolin her-aus. Durch Lav visier und De la Place sind die-se Tabellen noch mehr berichtiget worden.

Die Fähigkeit eines Körpers, in einer gewissen Men-ge von Wärmestoff in einem gewissen Grade erwärmt zuwerden, heißt seine Capacität. Je weniger aber einKörper von einer gewissen Menge von Wärmestoff er-wärmt wird, desto mehr Wärmestoff scheint er fassenzu können, folglich desto größer ist seine Capacität,und je mehr er dadurch erwärmt wird, desto kleinerist die Capacität. — Das Verhältniß der absolutenMenge von Wärmestoff bey gleichem Gewicht der Kör-per heißt ihre specifische Wärme, und diese verhält sichwie die Capacitäten. — Die Capacität ändert sichmit der Beschaffenheit des Körpers. Aendert sich aberdie Capacität eines Körpers, so muß sich auch seineTemperatur ändern, ohne daß die absolute Wärme-menge in ihm vermehrt oder vermindert wird. Wirdnämlich die Capacität größer, so wird die Temperaturniedriger, und nimmt jene ab, so wächst diese. Hiersehen wir eine Quelle von Veränderungen der Tempe-raturen der Körper, die in ihnen selber liegt. Wir

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