Band 
Zwölfter und letzter Theil, die Buchstaben T bis Z enthaltend.
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nebst dem Gewicht zugleich den innern Gehalt der Münzeanzeigt. Man soll in je'dem großen Handlungs-Comtoir in Lvndok eine solche Classische Wage finden. "

Der Nürnbergische Müuzmeistcr Tob. Martin Kolbhat Gold-, Juwelen-, Probir-, Ajustir-, Korn-, Was-ser- und Salzsolen-Wagen erfunden, die sehr berühmtsind; unter den Goldwagen sind solche, durch welcheman den innern Gehalt einer Gold- und Silbermünzsberechnen kann.

Hydrostatische Wagen nennt man auch die, welchedazu dienen, das eigenthümliche Gewicht der Liquorcnzu erfahren, z. B. die Aräometer. Ramsden be-schrieb 1792 eine hydromelrische Wage, welche auf dereinen Scale in Tausendtheilchcn die specifische Schwereder zu wägenden Flüssigkeit, auf der andern Scale inHundertthrilchen die Menge des Weingeists angiebt, dersich in der Flüssigkeit befindet. **

Eine Wage für Flüssigkeiten erfand l>I. PhilisipMatthäus Hahn (-j- 1790) zu Echterdingen imWürtembcrgischen.

Herr Johann Fri brich Glaser erfand eineWlutwage und ein Blutmeßgeschirr. Er versteht unterdiesen Werkzeugen nur solche, durch welche die Mengedes aus dem Körper bey dem Aderlässen ausgelaufenenBlutes gemessen werden kann. Die Klutwage ist voll-kommen der sogenannten Schnellwage gleich und ist ihrerConstruction nach so beschaffen, daß man sie ohne vieleUnbequemlichkeit bey sich tragen kann. Ihr Gebrauchist folgender: will man an dem Fuße zur Ader lassen;so hängt man die Wage an einen zwischen zwey Stüh-len aufgelegten Stab, bringt ein mit warmen Wassergefülltes Gefäß an den kurzen Arm der Wage und stelltdurch ein an den langen Arm derselben zu schiebendesMedicinalgewicht das Gleichgewicht an der Wage her.