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Zwölfter und letzter Theil, die Buchstaben T bis Z enthaltend.
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Wage.

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Schnellwage.

Die Schnellwage, welche ungleiche Arme hat, ist einesolche Wage, auf der man Körper von sehr verschiede-ner Schwere dennoch mit einerley Gegengewicht abwägenkann. Sie heißt Ltatel-a (römische Wage)

welchen Namen Wallis 2? mit Pocock aus dem Ori--ent ableitet, wo diese Wage noch jetzt häufig gebrauchtwird. Man giebt nämlich dem Gegengewicht gewöhn-lich die Gestalt eines Granatapfels, welcher bey denHebräern Nimmon und bey den Arabern Romman heißt.Auch nennen die Araber die Schnellwage noch jetzt Nom-mana und aller Wahrscheinlichkeit nach ist ihr Gebrauchund ihr Name durch sie ins Abendland gekommen.

Der Hebel dieser Wage ist ungleicharmicht, an denkürzern Arm wird die zu wägende Last, an den längernArm aber das Gegengewicht gehängt, welches destomehrMoment erhält, je weiter es von, Ruhepunkte verschobenwird. Man hat auch Schnellwagen, an denen sich dieUnterlage verschieben läßt, da hingegen das Gegenge-wicht am Ende des Armes fest ist. Von einer drittenArt, wo sich die abzuwägende Last verschieben ließe,würde der Gebrauch mit vielen Unbequemlichkeiten ver-bunden seyn. Schnellwagen für große Lasten anzulegen,hat Leupvld gelehrt, 2? ,,nd beschreibt zugleich dieim Jahre 1718 von ihm in Leipzig angelegte großeHeuwagc, welche mit drey verschiedenen Gewichten undzween verschiedenen Aufhängungspunkten süx die Last,von Z bis 58 Zentner wiegt und auf ^ Pfund schonAusschlag giebt. Geringere Lasten werden an dem ent-ferntesten Zapfen mit einem Gewicht, größere Lasten andem näheren Zapfen mit drey Gewichten gewogen,

Da die gewöhnlichen großen Schnellwagen nicht über60 bis 70 Zentner auswicgen und eine dennoch 2 biszooo Gulden kostet; so hat dieses den Prinzen GevrgCarl zu Hessen-Darmstadt bewogen, auf eine Wage

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