Waldenburgische Gefäße. Walkmühlen. 269
Die Cochenille lebt zwar auch auf andern Arten derLpuntia, aber diese hat den Vortheil, daß sie selbige irrMenge nähret und das Sammeln erleichtert. HerrThiery hat diese Arten der Opunkia mit nach St. Do-rningo gebracht, wo sie sich fortpflanzten; er hat auchdie feine Cochenille daselbst gezogen und die Wald-Co-chenille zu verbessern gesucht, aber der Tod unterbrachseine Bemühungen und mit ihm gicng auch die feine Co-chenille für St. Domingo wieder verloren. Eine An-leitung zur Vervollkommnung und Vervielfältigung derWald-Cochenille, wie auch zur Cultur des Nopals gabHerr Thiery in folgender Schrift: 'IHtö clo la cul-luve ein I^opal et lle l'öllucalion llo la Cochenille clanslos Colonies I'iangoiles cle l'^inoriguo.
Waldenburgische Gefäße sind eine Art Löpfergeschirre,die in der Altstadt Waldenburg über dcr Mulda seit r z88von den daselbst wohnenden Töpfern verfertiget werdenund womit ein großer Handel getrieben wird. DieseGefäße werden aus einem schönen, weißen und zartenThon verfertiget, der in dem Torfe Frensdorf, eineMeile von Altenburg, gegraben wird. Man brennt sol-chen durch Hülfe des gemeinen Salzes so hart, daß manauch mit den Scherben auf einem Stahl Feuer schlagenkann. Gewöhnlich ist dieses Geschirr braun oder auchganz weiß, fast wie daS holländische Geschirr. Ja-kobson Lechnol. Wörterbuch. lV. Th. S. 575.
Walkerkunst. Nausicae und ihre Gespielinnen war-fen ihre Kleider in Gruben und traten sie mit Füßen,um sie zu waschen. 1 Die Griechen halten den NiciaSvon Meaara für den Erfinder der Walkerkunst. ^
1. r/omen. Oäz-ir. VI. V. SS. s. 5/-N. VII. leer. 57.
Walkmühlen sind Stampfwerke , die gewöhnlich vomMaster getrieben werden und entweder senkrechte Stam-pfen, wie in Holland, oder auch Hammer haben. Zur
Zeit