Wappen.
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des Schildes gierigen Streifen, vermuthlich von Ei-senblech, die sich nach der Peripherie h-nzogen unddurch Nagel mit starken Knöpfen befestiget waren, unddie Peripherie des Schildes war mit einem Reife, ver-muthlich auch von Eisen, eingeschlossen. Diese Ver-zierungen hatten indessen weiter keinen Zweck, als denSchild fester zu machen, sie waren, wie die gemaltenFiguren auf den Schilden der alten Deutschen, nochbloße Verzierungen ohne alle Bedeutung. Auch auf denSchilden der Siegelfiguren vom fünften bis zum eilf-ten Jahrhundert findet man noch keine Spur der jetzi-gen Wappen.
Erst im eilften Jahrhundert wurde mit den Figurenaus den Schilden eine andere Bedeutung verbunden.Die Deutschen hatten es nämlich gleich zu Anfangeder Kreuzzüge in der Armatur so weit gebracht, daßihr ganzer Körper und auch der Kopf mit Eisen oderStahl bedeckt und darunter verborgen war.
Die in solche stählerne Rüstungen ganz verhülltenRitter konnten nun aber auch ihren besten Freundenfremd erscheinen oder von ihnen gar für Feinde ange-sehen werden. Um dieses zu verhüten, mußte man aufäußerliche Zeichen denken, wodurch sich die Ritter denIhrigen kenntlich machten. Sie ließen daher ihre Schil-de mit gewissen Figuren bezeichnen, aber andere vonMetall gefertigte Zeichen steckten sie auf den Helm.Vielleicht war die Sitte der Alten, die Waffen, beson-ders die Schilde, mit verschiedenen Farben zu bemalen,noch üblich und wurde hierbcy zum Grunde gelegt.Die Wahl dieser äußeren Unterscheidungszeichen standin eines Jeden Freyheit, woraus die größte Mannich-faltigkeit in den nachmaligen Wappenfiguren entstand.Zuweilen traf es, daß zwey Krieger einerley Unter-scheidungszeichen wählten, woraus Mißverständnisseentstanden; wäre man hier nachgiebig gewesen, so
wür-