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Wappen.
würde der Zweck dieser Unterscheidungszeichen wegge-fallen seyn. Es entstanden also Zweykämpfe über denalleinigen Gebrauch solcher Unterscheidungszeichen, undso wurde nicht nur der ausschließliche Besitz eines sol-chen Unterscheidungszeichens bald ein allgemein an-genommener Grundsatz, sondern das Waffenzeichendes Ritters erbte auch nun auf alle seine Nachkom-men fort, die sich eines solchen Zeichens bedienendursten und so wurden diese anfangs ganz willkühr-lichen Zeichen bald für eine Familie ausschließend-blich und zugleich der stärkste Beweis ihres AdelS.Die Zeichen auf dem Schilde führte die ganze Familiegemeinschaftlich, aber durch die Zeichen auf dem Helmunterschieden sich die verschiedenen Linien derselben.
Die Turniere trugen besonders viel zur Ausbildungder Geschlechtswappcn bey und höchstwahrscheinlich ha-ben ihnen die Helmzeichen oder Helmkleinodien ihrenUrsprung zu verdanken. Die Damen schenkten näm-lich ihren Rittern, ehe das Turnier begann, ein Stückvon ihrem Kopfputz, ein Armband, eine Schleife oderSchnalle, womit der Ritter die Spitze seines HelmSzierte. Jetzt sind die Helmzeichen entweder aus demSchilde genommene Figuren, oder auch Pfauenschwän-ze» Straußfedern, Adlerflügel, Büffelhörner u. s. w.Wahrscheinlich entstanden auch die Hclmdecken aus denSchleyern oder andern Kleidungsstücken, welche dieRitter vor den Turnieren von ihren Damen erhieltenUnd ihren Helm damit schmückten; doch meynen Einige,die Helmdecken waren viercckigte Stücken Tuch gewe-sen, womit man den Helm bedeckte, damit er nichtvon der Sonne erhitzt oder von dem Regen beschmutztwerden möchte; in den Turnieren wurden diese Helm-decken oft zerhauen und doch behielt man sie als Zei-chen der Tapferkeit bey und Manch« ließen sogar diezerschnittene Helmdccke in ihr Wappen bringen. Jetztdrückt man die Helmdecke durch dasjenige Laubwerk
aus,