Band 
Zwölfter und letzter Theil, die Buchstaben T bis Z enthaltend.
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2 So

Wappen.

Philipp sl. daher man sagt, baß die Heraldik oderHcroldswisscnschaft unter ihm in Frankreich aufgckom»rnen sey. Die Ritter, welche Kreuzzüge mitmachten,setzten ihre Wappen auf die Fahnen und Standarten,die sie mitnahmen; nach geendigtem Kreuzzugc ließensie solche auf ihr Siegel stechen, auf ihre Schildermalen und auf ihre Waffenröcke sticken und zum An-denken des Krcuzzuges behielten sie auch das Kreuzbey, daher die verschiedenen Arten der Kreuze in denWappenschildern kommen. ^

Ehe die jetzige Art, die Tinkturen in den Wappenzu bezeichnen, aufkam, drückte man die Farben dar-in mit Buchstaben aus; z. B. ein B bedeutete blauri. s. w. 9 Dann wühlte man dafür die Zeichen dersieben Planeten, und endlich drückte man den Unter-schied der Metalle und Farben in den Wappen durchSchrafsirungen, d. i. durch Punkte und durch Stricheaus, welchen letzteren man verschiedene Lagen gab.Diese Erfindung in der Wappenkunst schreiben EinigedemMarc Vu l son de la Col om b iere zu.* WennEstors Versicherung bestätiget werden könnte, daß erbey einer Schenkischen Ahnenprobe ein silbernes Faß-chen gesehen habe, woran Christoph von Ewe-sum, ein vornehmer Ostfriesischer Edelmann, d. 7UNDct. 1578 sein und andrer Familien Geschlcchtsw.rp-lpen habe einstechen lassen: so stiege das Alter derSchrafsirungen um 44 Jahre höher herauf, als es ge-wöhnlich angegeben wird. "

Anfänglich wurden die Wappen nur auf den Schil-den, nachher aber auch auf Münzen und Siegeln ge-braucht. Es ereignete sich nämlich zu Ende des zwölf-ten Jahrhunderts in Deutschland eine gänzliche Ver-änderung in Rücksicht der Verhandlungsweise rechtli-cher Geschäfte, welche Veranlassung zum Gebraucheder Siegel bey Privatpersonen, d. i. beym niedern Adel,

gab.