Band 
Zwölfter und letzter Theil, die Buchstaben T bis Z enthaltend.
Seite
316
JPEG-Download
 

3i6

Wasscrschleuder.

nen zusammengefügtes Gerüst von Holz, welches dieGestalt eines nicht zu hohen Mühlsteins und in derMitte eine Höhlung hatte» daß es den Leib einesMenschen umschließen konnte. Inwendig war dieserWasserschild hohl, so daß man einige leichte Reisebe-dürfnissc darin verwahren konnte. Er sollte dazu die-nen, sich bey Ucberschwemmungen zu retten und sichauch in Strömen aufrecht zu erhalten. Wagen seilmachte in Gegenwart Kayser Leopold I. auf derDonau in Wien die Probe damit, die aber der Er-wartung nicht entsprach. Auch war Wagen seilnicht der erste Erfinder desselben, indem MagnusPegelius, Professor zu Helmstadt, schon 1604 eineähnliche 2 Erfindung bekannt machte. Bergl. Lust-gürtet.

I. -tcts Lruäit. 1691. p. Z7. 2. H/aANl LeZettk Illietsuru»

rer»m leleotsrum. y. 126.

Wasserschleuder. Herr Carl Im Manuel Löscherin Freyburg machte den 4ten Febr. 1795 bekannt,daß er zweyerley -Arten von Wasscrschleudern erfun-den habe, die bey Feuersbrünsten Vortheilhaft gebrauchtwerden können. Mit der ersten Art kann gleich ein-geschöpft und durch die Kraft eines einzigen Mannesauf jeden Schwung I und eine halbe Dresdner Meß-kanne Wasser nach allen Richtungen bequem geschleu-dert werden. Die Höhe, zu welcher es geworfenwerden kann, verhalt sich wie der Schwung und dasWasser fallt in sehr großen Tropfen aus der Höheherunter. Bey der zweyten Art wird das Wasser ineinen Papiersack gegossen, dieser wird nach der Fül-lung oben zugewickelt, in die Schleuder gethan unddann geworfen, wodurch das Wasser, ohne daß derSack zerreißt, oder ein Tropfen verloren geht, bisaufs höchste Gebäude gebracht werden kann. Aus 24Bogen Conceptpapier können 42 solche Säcke mitStärkenkleister gemacht werden. Hier kann auch un-