Wasserschraube. Wassersehrohr. 317
reines Wasser benutzt werden. Jede Schleuder wirftin einer Minute 10 mal. Beyde Schleudern kostet 5Nkhlr. Jntelligenzblatt der Allgem. Literatur-Zeitung.1794. Nr. 2r. S. 165. 166.
Wasserschraube, coc'Itlea ^rclumeclis, ist eine zur Er-hebung des Wassers dienende Maschine, welche auseiner hohlen Röhre besteht, die nach Art eines Schrau-bengangs um eine schiefliegende Spindel gewunden ist.Das Wasser steigt in dieser sehr einfachen Maschinevermittelst seines eignen Gewichts, kann aber nicht sehrhoch getrieben werden. Gewöhnlich schreibt man dieErfindung derselben dem Archimedes von Syracusazu, aber Bayle zeigt, daß schon Conon von Samvseine solche Maschine erfunden habe. * Auch behaup-ten Einige, daß schon die alteren Egyptier sich dieserMaschine zur Austrocknung der vom Nil überschwemm-ten Wiesen bedient haben sollen. Bernoulli, Pi-tot, Euler, Hennert und Karsten 2 haben sichbemüht, die Theorie dieser Maschine zu entwickeln.
1 . Bayle Hist. krit. Wörterbuch, unter Canon. I. A. F a,bricii Allgem. Hist. d. Gelehrs. 1752. 2 B. S. 1L6. 2.Karsten Lehrbegriff der gesammten Mathematik 6. Th.Greifswalde. 1771. ZK u. s7. Abschnitt.
Wassersehrohr ist ein hohler, abgekürzter, hölzerner Ke-gel, der aus dem Ganzen gebohrt, lackirt und mit rsdünnen eisernen Ringen besetzt ist, die einen halbenFuß weit von einander stehen, damit die Röhre was-serdicht bleibt und sich nicht wirft. Das ganze In-strument ist 6 Fuß lang. Am weitesten Ende ist einzinnerner Ring angepaßt, in den ein rundes Glas ein-geküttct wird. Den zinnernen Ring umschließt eingrößerer bleyerner Ring, welcher 5 Lißpfund, 15 Markwiegt (ein Lißpfund ist so viel, als 14 unsrer Pfun-de), um das Werkzeug ins Wasser zu senken. Mitdiesem Wassertubus kann man den Loden der See auf
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