Band 
Zwölfter und letzter Theil, die Buchstaben T bis Z enthaltend.
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Wassertreter.

eine gedoppelte und noch größere Tiefe sehen, als ersich dem bloßen Auge darstellt, indem durch dessen Hül-fe die Brechung der Strahlen vermieden wird, welchedie Bewegung des Wassers auf seiner Oberfläche ver-ursacht, und der Weg, durch den das Licht vom Lo-den nach dem Auge zu gehen muß, wird so langevon dem Erdschlamme des Wassers rein gehalten, alsdas Sehrohr im Wasser steckt. Vorn an der klein-sten Mündung ist ebenfalls ein glattes kleineres Seh-glaS eingeküttet, damit das Wasser nicht in die Röh-re dringen möge. Inwendig wird das Rohr schwarzangestrichen, dann kann man damit versunkene Kör-per unter dem Wasser entdecken. Halle fortges. Ma-gie. I. B. 1788- S. 2ZY.

Wassertreter, darunter versteht man die Meister in derSchwimmkunst, die sich durch bloße Bewegung derFüße im Wasser aufrecht erhalten und nicht weiter,als bis an die Mitte des Körpers, eintauchen. (Vcrgl.Schwimmkunst.) Im Jahr 1747 legten einigeSclavonicr glückliche Proben im Wassertreten ab. Daes aber nur wenige Menschen bis zu dieser Fertigkeitbringen, so hat man schon lange auf Hülfsmittel ge-dacht, welche das Wassertreten erleichtern. * Schonder Wasserschild des Magnus Pegrlius diente da-zu (siehe Wasserschild). Auch hatte Franz Keß-ler, ein Maler zu Wetzlar, schon vor dem Jahr 1617Mittel erfunden, durch deren Hülfe er sicher überWasser gehen und Sachen unbenetzt mit sich hinübernehmen konnte. Wagen seil, der Engländer Wil-kinsvn und der Jesuit Jung zu Maynz habendiese Kunst verbessert. Am gten Sept. 178Z machteein spanischer Wassertreter, in dem Bezirke von L aRapee, seinen ersten öffentlichen Versuch; er giengmit großen Schuhen bald dem Strome nach, bald denStrom hinauf, stand oft stille, bückte sich und schöpf-te