Band 
Zwölfter und letzter Theil, die Buchstaben T bis Z enthaltend.
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Wasseruhr.

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Vktruv ^ und Athenaus schreiben dem Cte-sibius von Alcrandricn die Erfindung der Wasseruhrenzu, welches aber nicht von der ersten Erfindung der Was-seruhren, sondern nur von einer besondern Art derselbenzu verstehen seyn kann. Die Zeit, wenn Ctesibiuslebte, ist noch nicht ganz genau bestimmt; Einige mey-nen, 24g, Andere, 150, und noch Andere 120 Jahrevor Christi Geburt; vermuthlich hat man Mehrere diesesNamens mit einander verwechselt. Die Wasseruhr desCtesibius hatte auch Räder mit Zahnen, wodurchkleine Bilder oder Figuren bewegt wurden.

Im I. g9Z nach Roms Erbauung oder 157 Jahre vor C.G.führte der Censor P. Cornelius Scipio Nasica,ein College des Lanas, zuerst den Gebrauch der Was-seruhr in Rom ein, er befestigte sie unter dem Dache,und machte durch ihre Hülfe die Tag- und Nachtstundeneinander gleich. ^ Man weiß nicht, ob diese Wasseruhrmit derCIexckvcki-a, einer griechischen Erfindung, die manim dritten Consulat desPompejus in den römischen Ge-richten brauchte, um den rechtlichen Zänkercycn gewisseSchranken zu setzen und auch des Nachts die Zeit zurAblösung der Wachen zu bestimmen, einerley gewesensey. * Martine lli behauptet, die Wasseruhren derRömer waren blos ein kleines Gefäß gewesen, welchesauf dem Wasser schwamm und mit einer Ruthe versehenwar, die, nachdem das Wasser aus einem andern Ge-säße herabtröpfelte, emporstieg und die Stunden auf ei-nem gegenüber befindlichen Maaße anzeigte. ^ So oftman sich ihrer bedienen wollte, mußte man das Wasseraus dem untern Gefäße in das obere schütten.'' Sie wa-ren also ganz verschieden von der Wafferruhr des Cte-sibius. Im Jahr '490 n. C- G. schickte Thcodo-rich, König der Ostgothen in Italien, dem König Gun-debald von Burgund eine Wasseruhr, die alle Bewe-gungen des Himmels anzeigte, zum Geschenk; der Er-finder derselben war Cassiodorus. Die Uhr deS, Handb. b. Erfind, rsr Lh. E B 0 k -