Band 
Zwölfter und letzter Theil, die Buchstaben T bis Z enthaltend.
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Weberstuhl.

und mit der man alle Arten glatter Zeuge weben kann.Außer der großem Gleichförmigkeit, welche die Zeugedadurch erhalten, können hier wenige zur Aufsicht bestellteMenschen, mit wenigen Kosten, die Arbeit verrichten,wozu sonst ungleich mebrere Menschen erforderlich sind.Kurz darnach, nämlich im Jahr 1791, wurde gemeldet,daß auch in Wien ein Weberstuhl erfunden worden sey,der durch fließendes Wasser oder, in Ermangelung des»selben, durch eine vom Erfinder abzugebende Maschine,getrieben wird und alle Arten Gcspinnstes, als Wolle,Baumwolle, Leinen, Seide n. s. w. so gut als immereine menschliche Hand von selbst webet. Durch ein ein-ziges Rad können 8 solcher Webstühle in Bewegung ge-setzt und auch alle 8 von einer einzigen Person versehenwerden. In einem Tage kann mehr damit gearbeitetwerden, als eben so viele Webergesellen in einem Tagezu arbeiten nicht im Stande sind. Anzeiger. 1791.Drittes Quartal. Nr. 15.

Weberstuhl ist eins der ältesten und nützlichsten Werkzeuge,dessen Erfinder nicht bekannt ist. Plinius sagt zwar, *daß die Egyptier die gewebten Zeuge erfanden, dochnennt er den Erfinder des Webcrstuhls nicht. Sonstwebte man stehend und der Zettel war senkrecht ge-spannt; 2 die Egyptier änderten dieses zuerst ab undführten die Gewohnheit ein, die Faden horizontal zuscannen und auf dem Stuhle sitzend zu weben. ^ Vonden Egyptiern kam diese Erfindung zu den Griechen undvon diesen zu den Römern. Die Indianer haben nochden Wcberstuhl von cgyptischer Einfalt beybehalten undweben'darauf, obgleich mit unerträglicher Langsamkeit,Zeuge, die der Europäer bewundert. Die Griechenholten den Weberstuhl aus Egypten und seit der Zeit ister viel künstlicher und bequemer eingerichtet worden.Zur Zeit des Homer war der Wcberstuhl in Griechen-land bekannt, denn in seinen Gedichten spricht Telcmach

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