Wemverfälschung.
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das. S. 423. S. I. R. Klaubers Äprlogie gegenFarners Lügen. 1655. S- 72. 4. <9/auic?-i tettiinoni-
nrn veritstis 1657. y. 134. 5. Halle forlgcs.
Magic. a. a- O. S. 466. 6. Neichsanzeig. 1794. Nr. 82.
S. 786.
Wemverfälschung. Die Griechen und Römer wußtenschon, daß Bley den herben Wein mildere und wider dieSäure bewahre; sie ließen den Most bis auf die Hälfte,den dritten oder vierten Theil in bleyernen Gefäßen lang-sam einkochen, gössen auch noch Mcerwasser hinzu, des-sen Salz das Bley besser auflösete. Stellen aus demPlinius, Columella, Cato, Dioscoridesund Celsus beweisen dieses. Galen und Vitruvkannten auch schon die Schädlichkeit des Bleys und Bley-weißes. Plinius erzählt, daß man in Afrika densauern Wein mit Typs und Kalk abgekocht habe, wel-ches er für tödtlich hielt, woran man jedoch zweifelt.Dioscorides und Artius kannten schon die Glätte.Der Bleyzuckcr ist neuer, doch kannten ihn Paracel-sus und Angel us Sala schon. Herr Hofr. Beck-mann vermuthet, daß man sich im i2ten und iztenJahrhundert der Glätte zur Verfälschung des Weins be-dient habe. Das älteste Verbot gegen die Weinverfäl-schung erschien iz2/ von Wilhelm, Grafen in Hen-negau, Holland und Zeeland. r Im Jahr 1409 wurdebereits ein Weinfälscher in Nürnberg bestraft. ^ InDeutschland wurde die Weinverfälschung 1475 verboten.Im Jahr 1696 wird in dem französischen Verbot derWeinversalschung durch Glätte ausdrücklich gedacht.Conrad Celtes, erster gekrönter Dichter in Deutsch-land, giebt einen Mönch Martin aus Bayern als denErfinder der Weinverfälschung an, aber Zeller hält siefür eine französische Erfindung. In Lüttich soll man dieBurgunderweine so nachmachen, wie man die mineralischenWasser nachmacht. 3 Vergl. Schwefeln der Weine.
1. Beckmanns Beyträge zur Geschichte der Erfindungen.
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