352
Weiße Farbe. Weihen.
L. Kleine Chronik Nürnbergs Altorf 17So. S. §7. S. Ksis.privil. Hamburger Neue Zeitung. 1790. Nr. 177.
Weiße Farbe. Eine weiße Farbe zum Anstreichen derStatuen und Gebäude, welche der Kalte und Hitze wi-derstand und so schön war, daß sie sich auf keine Weiseveränderte, erfand G. Dagly, der aus Lüttich gebürtigwar und in den Diensten des Königs von Preußen,Friedrichs I., stand. De Morvcau lehrte imJahr 1732 eine weiße Farbe aus Zink bereiten. * Herrvr. Albrecht Hüpfn er hat folgende Bereitungsarteiner weißen Farbe bekannt gemacht: man löse r o Pfundweißen Vitriol in einem kupfernen Kessel mit Wasser aufund setze io Pfund Küchensalz und ein Pfund in Stück-chen geschnittenen Zink hinzu und digerire diese Mischungbei einer gemäßigten Hitze so lange, bis etwas von demfiltrirten Liquor durch Gallapfeltinktur nicht mehr gefärbtwird; dann seihe man das Flüssige durch und lege denübrig gebliebenen Zink zu weiterem Gebrauche bey Seite.Diese Flüssigkeit schlage man mit Kalkrahm nieder, denerhaltenen Niederschlag süße man gehörig aus und trockneihn. Der rückständige Liquor giebt durch Ausdünstungund Krystallisation noch 20 Pfund Glaubersalz. 2
1. klein, äs 1'^caäeinie äs Oijcm, 1732. 2. Handlungszeir
tung von I. Hildt. 1790. 8tcL Stück S. 59.
Weißzeug-Mangel s- Mang.
Weihen. Der bey uns bekannte Weihen wurde 1466 INSüdermannland noch für ein neues Korn gehalten, rDer türkische Weihen oder Mais stammt aus Amerika;als die Spanier nach St. Domingo kamen, war MaiSdas erste Nahrungsmittel, das ihnen die Eingebogen an-boten. ^ In Steyermark wurde der Mais erst zu An-fang dieses Jahrhunderts bekannt. ^
In den Gebirgen von-Chili hat man vor einiger Zeiteine Art Weihen entdeckt, dessen Einführung bey uns die
Ge-