Weitzenbier.
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Gestalt des Feldbaues verändern würde. Dieser Wei-hen ist eine Staude, die beständig dauert und alleJahre Saamcn im Uebcrflusse tragt. Jede Familiehat eine gewisse Anzahl Stauden, die hinlänglich ist,sie zu nabrcn. * Im Jahre 1789 entdeckte VeitHeiß von Altenbayern eine besondere Art Weihen,die ebenfalls noch unbekannt gewesen zu seyn scheint. ^1. Stockholmer Magazin. III. Lh. 1756. S. 184. 2. Go-
thaischer Hofkalcnder. 1787. 3. Ephemeriden für die Na-
turkunde rc. von Sched^l. 17S5. 2tes Quartal. S.23. 4.Franks. Kais. Reichs-Ober-Post-Amts. Zeitung. Montag»den 16. Jenaer. Nr. ö. 1792. 5. Almanach der Fortschrit-te in Wissenschaften, Künsten, Manufakturen und Hand-werken; von G> C. B- Busch. Erfurt. 1797. bey Key-ser. S. 193.
Weihenbl'er ist ein Bier, das aus Weihen und Ger--stenmalz mit Hopfen gebrauet wird und entweder eineins Weiße fallende oder braungelba Farbe hat. Dasvorzüglichste Weitzenbier, welches in derselben Gütenoch an keinem andern Orte hat nachgebrauet werdenkönnen, wurde zu Arnstadt, im Fürsienthum Schwarz-burg-Sondershauscn, im Jahr 1617 von dem Bür-germeister Niclas Fischer erfunden und zuerst ge-brauet. * Dieses Bier ist braun von Farbe, angenehmvon Geschmack, und berauscht leicht, übrigens ist essehr nahrhaft und besonders für Alle, die sich des Tagsdurch Handarbeit ermüden, sehr stärkend. Man willauch den Umstand, daß in Arnstadt nicht leicht eineRuhrcpidemie übcrhand nehmen kann, von dem Trin-ken des Weitzenbiers herleiten, weil es eine sehr er-wärmende Kraft hat. Man theilt diese ArnstädterWeitzenbier? wieder in Lagerbiere, welche die vorzüglich-sten sind und den ganzen Sommer hindurch dauern,und in Hcfenbiere, die nach Michaelis ihren Anfangnehmen und den Winter hindurch zu haben sind. InNürnberg stetig man im Jahr 164z an, in demA. Hanbb. d. Erfind, rar Lh. Z da-