§66
Wettermännchcn. Wettlauf.
Wettermännchen ist ein kleines hölzernes Männchen,welches durch sein Auf- und Niedersieigen ie, einergläsernen Röhre die Veränderungen des Wetters odervielmehr der Schwere der Luft anzeigt. Otto vonEuer icke erfand und beschrieb es, ^ hielt aber dasMittel, wodurch das Männchen auf- und niederstieg,gebcim, bis csComiers, Pros. zu Ambrun, bekanntmachte und zeigte, daß das Männchen durch das dar-unter verborgene Quecksilber in einer Barometerröhregehoben und niedergelassen wird.
I. I» den Lxgerimonl. Itlazclebiirgji. I6b. III. o. 20. p. 100.
2. In den Lot. Lrullit. 1684. p. 26 folg.
Wetterschirm, ^aratonnei-io portatik, ist ein mit einermetallischen Ableitung versehener Regenschirm, wodurchman seine Person gegen den Blitz sichern kann, wennman, wahrend eines Gewitters unter freyem Himmelzu seyn, genöthiget ist. Bertholon de St. Laza-re und einige andere Naturforscher haben dieses Werk-zeug vorgeschlagen. Reimarus empfiehlt einenSchirm aus gcwächstem seidenen Zeuge, mit sischbei-nernen Stangen, die an einen langen Spazierstockbefestiget sind; zugleich müsse man eine breite und hin-länglich lange metallene Tresse bey sich führen, dienöthigen Falls mit dem einen Ende oben am Knopfedes Stocks befestiget wird, und mit dem andern Endein einiger Entfernung auf der Erde befestiget werdenkönnte. Der Stock würde sodann in die Erde ge-steckt, und wenn man sich unter dem ausgebreitete»Schirm niedersetze, so habe man daran einen schützen-den Körper, der den Strahl auffange und mittelst dermetallenen Tresse von dem Menschen abwärts leite.Reimarus, vom Blitze. Hamburg. 1778. §. 78-. S. 22l.
Wettlauf s. Gymnastik.
Wett-