Windmesser.
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wird durch ein auf dem Dache befindliches horizonta-les Windrad gedreht. Dieser Windmesser des Öns-en-Braye, der zugleich mit einer Uhr verbunden ist,scheint indessen nicht französischen Ursprungs zu seyn,denn Leupold beschrieb schon 172g. ^ ein ähnlichesWerkzeug, welches der Hofjuweli'erer Dinglingerin Dresden in seinem Hause errichten ließ. Auchgiebt Leupold im 'tllreatro aiwofiatico schon mehrereEinrichtungen an, welche die Veränderungen des Win-des selbst auszeichnen. '
Schober bediente sich eines Windmessers mit Wind-stügeln, an die eine Glocke so angebracht war, daßsie jede sechs Umlaufe eines Rads durch einen Schlaganzeigte, und so erfuhr er durch Zahlung der Schlagei» einer Minute die mittlere Uinlaufsgeschwindigkeitder Flügel. *
Die Anemometer der zweyten Klasse, wo eine ebe-ne Flache den Windstoß auffangt, sind einfacher. Dieerste Nachricht von einem solchen Windmesser, ohneMeldung des Erfinders, findet man in den Transac-tionen. § Bvuguer beschreibt § einen Windmesser,der noch immer einer der besten bleibt. Ein Blech voneinem Luadralfuß Flache wird dem Winde senkrecht ctn-gegen gehalten; dieser treibt es mit daran befestigtemStiele in ein Futteral hinein, an dessen Boden eineSpiralfeder entgegen drückt. Ein stärkerer Windtreibt also den Stiel tiefer hinein, als ein schwäche-rer, und durch einen Sperriegel wird der Stiel fest-gehalten, daß er nicht wieder zurück kann. So kannman sehen, wie tief ihn der Wind hineingetrieben hat,und versuchen, wie viel man Gewicht braucht, ihn ebenso weit hineinzutreiben. Alle diese Windmesser zeigtenindessen nur die relative Gewalt der Geschwindigkeit desWindes an; keiner diente dazu, die absolute Geschwin-digkeit des Windes, und zwar durch bloße Beobach-tung, ohne alle Rechnung, zu bestimmen. Der Pro-
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