' Windmühlen,
L8§
turkunde von der Gel>lltckaft naturforschender Freunde in
Berlin. 1780. 15. In den Lommsnt. kotropol. ty. X. p.
Z07- 16- /.«ll/io/ct sLroünt. c. I<>. loä!. 121.
Windmühlen sind solche Mühlen, die vermittelst ihrerFlügel vvm Wind getrieben werden und theils zumMahlen des Getreides, theils auch an Orten, wo kei-ne Flüsse sind, dazu dienen, das Wasser in die Höhezu treiben. Man hatte erfahren, daß das Wasser dieKraft besitze, MKhlensieine zu treiben, und schloß dar-aus, daß der Wind eben diese Kraft habe; man such-te ihn also zum Treiben der Mühlsteine anzuwenden,und erfand die Windmühlen. Viele glauben, daß siein den Morgenländern, 'wo wenig Wasser ist, undzwar in Asien, im zwölften Jahrhundert erfundenund bey Gelegenheit der Kreuzzüge nach Europa ge-bracht worden waren. Einige meynen, i daß sieschon im Jahr rog.o durch die Kreuzzüge nach Frank-reich und England gekommen waren; allein man hatkeinen Beweis dafür, lauch war damals noch nichteinmal der erste KreuzHig angegangen. Andere hin-gegen halten die Windmühlen, welche in Ansehungder Art, sie nach dem Winde zu drehen, entweder indeutsche oder holländische eingetheilt werden, für eineErfindung der Deutschen, wie denn auch die deutschenWindmühlen, wo das ganze Gebäude sich aus einemZapfen herumdrehen läßt, die ältesten zu seyn schei-nen.
Die älteste Spur von den Windmühlen hat Ma-billon entdeckt; sie befindet sich in einem Diplomvon lioZ, welches Mabillon bekannt machte undworin der Windmühlen gedacht wird. Um diese Zeitwaren sie also in Frankreich bekannt. 2 Bor I I4Zwaren sie schon in England bekannt. Im Jahr iZZ2schlug Bartolomeo Verve den Venetianern vor,eine Windmühle anzulegen, und i. I. iZyg wurdtz-in Speyer eine gebaut. Die holländischen Windmüh-len