Zahtarzneykunst.
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bein einsehen und solche mit Gold befestigen zu lassen,ist sehr alt, denn in den Gesetzen der 12 Tafeln wargeboten: daß das Gold, womit Jemandem die Zahnebefestiget waren, den Todten nicht abgenommen, son- 'Lern mit ihnen begraben oder verbrannt werden solle. ^
Der Schlüssel, womit man die Zähne ausnimmt,ist eine Erfindung der Engländer, daher er auch derenglische Schlüssel genannt wird.
Herr Joseph Hirsch, Hofzahnarzt zu Weimarlind Meiningcn, der sich gegenwärtig in Ilmenauaufhält, hat 1789 einen Geißfuß zum Ausbrechen derZähne erfunden, der gegen die Mitte sichelförmig ge-bogen ist, damit bey starkwangigen Personen dasFleisch der Wange in der ausgebogenen Krümmungruhen kann. Auch hat Herr Hirsch ein blutstillendesMittel bey Zahnlücken entdeckt; er sah nämlich 1736in Straßburg einem Pergamcntmachcr zu, wie er diedünnen Häutchen vom Pergament abschabte, und nahmzufälliger Weise ein solches abgeschabtes Stückchen Hautin die Hand, dann auch in den Mund, und merkte,daß es eine Säure bey sich hatte, die er sich aus derZubereitung des Pergaments erklärte. Dieses sowohl,als das zarte Wesen der Haut selbst, brachte ihn aufden Gedanken, ob man nicht dieses Mittel mit Vor-theil statt der Charpie wider die Verblutungen in denZahnlücken anbringen könne. Er nahm daher solchevom Pergament abgeschabte Häutchen, die äußerst feinsind, that sie in stark blutende Zahnlücken und ließmit den Zähnen darauf beißen. Dieses Mittel schlugihm nie fehl und er hat die heftigsten Verblutungennach ausgenvmmenen Zahnen damit gestillt.
Derr Dubois de Chemant zu Paris hat künst-liche Zähne erfunden, die die Weiße der natürlichenZähne haben. Er verfertiget sie aus einem minerali-schen T.ig, der sehr hart wird; er setzt auch ganze
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