Band 
Zwölfter und letzter Theil, die Buchstaben T bis Z enthaltend.
Seite
444
JPEG-Download
 

444

Zeitrechnung,

Wahrscheinlicher ists aber, daß man die richtigereZeitbestimmung den Chnldacrn zu verdanken hat, denndie Babylonier hatten unter der Regierung des Nabo-nassars, der um das Jahr Z2oc> n. E. d. W. einneues regierendes Haus im babylonischen Reiche stiftete,durch Hülfe der Astronomie das Jahr schon auf Tagegesetzt. Mit dcrRcgierung diesesNabonassars, etwa747 Jahre vor Christi Geburt, sieng sich die Nabonas-sarische Zeitrechnung an, da man die Jahre von der Re-gierung dieses Königs zahlte. Selbst Ptolemäus inseinem Almagcst zählt noch vom Nabonassar an. Auchhalt man die Cbaldaer für die Ersten, die zu den zügTa«gen noch etliche Stunden zusetzten, um die Dauer desJahres der Dauer des Sonnenlaufs naher zu bringen.Wergl. Jahr.

Die Griechen, welche schon über 700 Jahre vor Chri-sti Geburt nach Olympiaden zu zahlen ausiengcn, hattenerst ein Mondcnfthr, wofür Thales von Rnleto dasSonncnjahr von Tagen einführte. Eudoxusvon Cnidus setzte noh etliche Stunden hinzu, und Hip-parch suchte das Jahr der Griechen noch mehr zu berich-tigen. Zu den ältesten griechischen Schriftstellern in derChronologie gehören Harpalus und Euctemon;auch Clcostratus, ein Tcnedicr, suchte um die bi.Olympiade die Zeitrechumg der Griechen zu verbessern. ^Die Griechen suchten auh zuerst Perioden oder Reihenvon Jahren zu erfinden, lach deren Verlauf eben dasselbeZeitmerkmal wiederkehren sollte; eine gewisse AnzahlSonnenjahrc sollten namlichzugleich eine gewisse AnzahlMondenmonate ausmachen, an so das Sonnenjahr undMondenjahr mit einander zu rerglrichen. Man nannteeine solche Periode annnna mag-urnftlnao solarem oderLas große Mondsonnenjahr. Cl-oft-atus, Harpa-lus, Oenopides Chius, Demouftt von Abdera,Meton, Euctemon, Calippks v,d Hlpparch

be-